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Crowdsourcing: DGB kündigt Kampf gegen "moderne Sklaverei" an

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnt vor einem digitalen Proletariat durch Crowdsourcing oder Crowdworking. Arbeitnehmerrechte müssten auch für diese Jobs gelten.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Auf Mechanical Turk werden einfache Computerdienstleistungen vermittelt.
Auf Mechanical Turk werden einfache Computerdienstleistungen vermittelt. (Bild: mturk.com/Screenshot: Golem.de)

Vor dem IT-Gipfel der Bundesregierung hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) neuen digitalen Billigjobs ohne Arbeitnehmerrechten den Kampf angesagt. "Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie hier eine Art moderne Sklaverei entsteht, mit einem Wettbewerb um Löhne nach unten", sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Die digitale Arbeitswelt biete klare Chancen, aber auch Risiken, denen sich die Gewerkschaften stellen müssten.

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Auf dem Nationalen IT-Gipfel an diesem Dienstag in Hamburg stehen Wettbewerb, Sicherheit und Arbeiten im digitalen Wandel im Zentrum. Neben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und mehreren Kabinettsmitgliedern werden unter anderem Vorstände großer deutscher Unternehmen wie Deutsche Telekom, SAP, Siemens, IMB und Deutsche Bahn erwartet. Zum Thema "Arbeiten und Leben in der digitalen Welt" diskutieren unter anderem Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU) und Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) mit Vertretern der IG Metall und Xing.

"Digitales Proletariat ohne jeden sozialen Schutz"

"Die vermeintliche Freiheit, einfach Geld zu verdienen mit Jobs wie Crowdworking oder über digitale Putzhilfenvermittler könnte sich als Falle entpuppen", sagte Hoffmann. Dann entstehe ein digitales Proletariat ohne jeden sozialen Schutz. Beim Crowdsourcing oder -working vermitteln Onlineplattformen einfache Aufgaben von Unternehmen, die Mitarbeiter am PC etwa daheim erledigen. Amazon bietet mit Mechanical Turk bereits seit 2005 eine Plattform, um solche Dienste zu vermitteln. Mehrere hunderttausend "Human Intelligence Tasks" werden dort zurzeit angeboten.

Sozialversicherungsbeiträge und Zuschläge etwa für Nachtarbeit fallen weg. Die Leute sollen dafür zum Beispiel bestimmte Daten abgleichen, Adressen recherchieren, Bilder verschlagworten. Der DGB-Chef versicherte: Die Gewerkschaften würden sich dem stellen.

"Warum sollen in der digitalen Welt keine Arbeitnehmerrechte gelten?", fragte Hoffmann. Er räumte ein, es sei noch offen, wie sich Tarifverträge und Mitbestimmung übertragen lassen. "Da wird es sicher kreative Antworten geben, die in diese Welt passen." Doch ohne gehe es nicht. "Online-Unternehmen sind auch nur Unternehmen mit realen Mitarbeitern, Auftragnehmern und Kunden, die reale Verträge abschließen müssen", sagte der DGB-Vorsitzende.



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tKahner 21. Okt 2014

Ein paar der hiesigen Kommentatoren darf ich einmal an einige Fakten erinnern: Der Staat...

croal 20. Okt 2014

Die Spucke ist ja gratis, kriegt ja eh nur das Gemeine Volk! Ich beendet das Posten für...

DrWatson 20. Okt 2014

Die Globalisierung gibt es solange wie die Menschheit selbst. Es ist dumm dagegen...

Das Original 20. Okt 2014

ich bin ja voll für arbeitsnehmerrechte und gewerkschaftsbewegung und so, aber wenn die...

jayrworthington 20. Okt 2014

... wie sie begründen wollen, dass es sie noch braucht, nur das es sie noch braucht habe...


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