Crowdfunding: Kickstarter warnt vor Stretch-Goal-Risiken

Durch Zusatzziele auf Kickstarter bekommen die Entwickler zwar ein größeres Budget - aber es gibt auch Risiken, warnt jetzt einer der Gründer der Crowdfunding-Plattform.

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Logo Kickstarter (Bild: Kickstarter)

"Wir haben bei einigen Projekten gesehen, dass sie durch Stretch Goals überfrachtet wurden, dass das Budget zu groß wurde und dass sie in Terminverzug geraten sind", schreibt Yancey Strickler, einer der Gründer und Chefs von Kickstarter im Firmenblog. Stretch Goals: Das sind Zusatzziele, die etwa Firmen auf Kickstarter nach dem Erreichen der Mindestsumme dafür aussetzen, dass die Unterstützer mehr Geld nachschießen.

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Beispielsweise versprechen die Entwickler von Project Phoenix, nachdem die Mindestsumme von 100.000 US-Dollar erreicht ist, dass sie bei einem Betrag von 650.000 US-Dollar ausmodellierte Städte sowie eine Charaktergenerierung in ihr Werk einbauen. Entwickler machen das, um "ein möglichst hohes Budget für die Entwicklung zu haben", wie Charles Cecil, Chef von Revolution Software, nach der Kampagne für Baphomets Fluch 5 erklärt hat.

Yancey Strickler sieht darin Gefahren für die Studios und ihre Projekte. Wenn ein Projekt wachse, dann ändere das immer auch die kreative Vision und setze damit das ganze Vorhaben einem Risiko aus. Er dürfte dabei unter anderem an Broken Age denken: Das Adventure von Tim Schafer hatte statt 400.000 US-Dollar ganze 3,34 Millionen US-Dollar bekommen. Kürzlich hat Schafer bekanntgegeben, trotzdem Finanzprobleme zu haben. Er sei "übermütig geworden und habe ein derart großes Spiel entworfen, dass sogar noch mehr Finanzmittel nötig sind", so Schafer Anfang Juli 2013.

Aber auch für die Unterstützter sieht Strickler durch die Strech Goals gewisse Risiken. Etwa dann, wenn die mit Hinblick auf ein bestimmtes Ziel mehr Geld zuschießen, das dann aber nicht erreicht werde - das führe zu unnötigen Frustrationen. Strickler rät den Entwicklern, sich auch jenseits der finanziellen Angelegenheiten um die Community zu bemühen. "Geld ist irgendwann weg, aber eine starke Community bleibt", schreibt er.

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