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Auf Kickstarter nur noch schwierig zu bekommen: ein Vermögen
Auf Kickstarter nur noch schwierig zu bekommen: ein Vermögen (Bild: David Paul Morris/Getty Images)

Auch gut gemachte Projekte scheitern

Day for Night Games sind ein neues Studio aus dem Dunstkreis des aufgelösten Bioshock-Studios Irrational Games. Sie versprechen mit The Black Glove eine surrealistische First-Person-Erfahrung - kein einfaches, populäres Genre also. Die Quittung: Eine Woche vor dem Ende der Kampagne dümpelt das Projekt bei knapp 150.000 US-Dollar, weit von den angepeilten 550.000 US-Dollar entfernt.

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Auch Senscape, ein Spezialist für Horror-Adventures, der zuletzt Asylum erfolgreich finanzierte, scheitert mit seinem neuen Grafik-Adventure H. P. Lovecraft: The Case of Charles Dexter Ward, obwohl es einen Klassiker der Horrorliteratur umsetzen soll.

Auch ein gut gemachtes Projekt von kompetenten Entwicklern kann also scheitern. Sind wirklich abwegige Ideen damit chancenlos? Wer das denkt, der übersieht die vielen Kleinstprojekte, die auf Kickstarter weiter erfolgreich sind. Peter Brinson hat mit dem Kunstspiel Rehearsals and Returns bescheidenen Erfolg auf Kickstarter gefunden. In dem 2D-Titel mit simpler Jump-'n'-Run-Mechanik stellt man Personen jeweils eine Frage, bekommt aber keine Antwort. Viel Geld brauchte er für die Idee gar nicht. 3.300 US-Dollar waren anvisiert, 6.100 hat er eingenommen.

Glaubwürdigkeit ist das A und O

Brinson hat viele Vorzüge des Crowdfundings entdeckt, die mit Geld nichts zu tun haben: "Der größte Nutzen in der Kampagne lag darin, dem Projekt in einer frühen Phase Glaubwürdigkeit zu verleihen. Das Spiel schien den Leuten real, bevor es das überhaupt war." Die Kampagne half Brinson, Interesse zu wecken. Aber auch das wenige Geld hatte einen konkreten Nutzen: "Das Kickstarter-Geld hat den Großteil der Bezahlung des Künstlers und Animators Jason Ronzani ausgemacht."

Brinson legt Wert darauf, nicht als Gegenargument gegen teurere Spiele zu gelten. "Ich respektiere Entwickler, die scheinbar große Summen verlangen, also 100.000 US-Dollar und mehr. Wenn man Steuern und Betriebskosten einbezieht, kann man damit nicht einmal zwei Profis für ein ganzes Jahr beschäftigen."

Unabhängig vom Maßstab sieht Brinson in Kickstarter einen guten Realitätscheck: "Die meisten meiner Unterstützer haben vier US-Dollar gezahlt und haben damit quasi vorbestellt. Für den Betrag gab es das fertige Spiel." So funktioniert Kickstarter nicht nur als Plattform für Finanzierung und Werbung, sondern auch als praktische Marktforschung: Wer dort floppt, der muss sich vielleicht eingestehen, dass seine Idee keinen Markt hat. Heute schauen Spieler genauer hin, bevor sie gewagte und halbgare Projekte finanzieren. Die Goldgräberstimmung ist weg. Crowdfunding ist in eine Phase eingetreten: die Normalität.

 Große Projekte motivieren die Backer

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Wary 01. Dez 2014

Das ist aber super für die Leute die Crowdfunding kennen! Den Projektgründern dort kann...

Trollfeeder 01. Dez 2014

Ich finde es Klasse das ich nicht der einzige bin, der lange die Übersicht verloren hat...

Wary 01. Dez 2014

Gibt auch da genug Betrug! Ein Beispiel z.B.: Nachdem erfolgreich ein 9$ Arduino...

vulkman 27. Nov 2014

Berechtigter Einwand.

theonlyone 27. Nov 2014

Wie bei jeder "Entwicklung" muss das Produkt eben erstmal finanziert werden bevor es...



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