• IT-Karriere:
  • Services:

Crowd Management: Smartphone soll Massenpanik verhindern

Crowd Sensing heißt eine Technik, mit der per Smartphone anonym Besucherströme auf einer Großveranstaltung erfasst und gelenkt werden können. Erstmals eingesetzt wurde die am DFKI entwickelte Technik kürzlich bei den Olympischen Spielen in London.

Artikel veröffentlicht am ,
Crowd Sensing legt großen Wert auf Datenschutz
Crowd Sensing legt großen Wert auf Datenschutz (Bild: DFKI)

"Biegen Sie nicht ab, sondern gehen Sie weiter auf dieser Straße." Oder: "Die U-Bahn-Station, die Sie gerade ansteuern, ist überfüllt. Gehen Sie bitte zu einer anderen Station." Solche Nachrichten können Besucher von Großveranstaltungen bald auf ihr Smartphone bekommen. Auf diese Weise sollen solche Großereignisse reibungslos ablaufen.

  • Die Crowd Density Heatmap zeigt, wo sich viele Besucher sammeln. (Bild: DFKI)
  • Die Nutzer im Umkreis einer U-Bahn-Station werden benachrichtigt. (Bild: DFKI)
Die Crowd Density Heatmap zeigt, wo sich viele Besucher sammeln. (Bild: DFKI)
Inhalt:
  1. Crowd Management: Smartphone soll Massenpanik verhindern
  2. Service-App als Anreiz

Crowd Sensing nennt sich diese Technik. Über Smartphones, genauer über die Sensoren, die in so einem Gerät eingebaut sind, werden die Daten über die Bewegung der Besuchermassen erfasst und ausgewertet. Ziel sei, bei Großveranstaltung einen Überblick über die Besucherströme zu bekommen und diese falls nötig lenken zu können, sagt Tobias Franke vom Forschungsbereich Eingebettete Intelligenz am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern.

Smartphone-Sensoren

Um Daten sammeln zu können, installieren die Besucher einer Veranstaltung eine App auf ihrem Smartphone. Diese Geräte seien für Crowd Sensing ein sehr gut geeigneter Sensorknoten, erklärt Franke. Mit Hilfe des GPS etwa werden die Position und die Geschwindigkeit, mit der sich eine Person bewegt, bestimmt. Der Kompass gibt die Richtung an. Über Bluetooth kann die Aktivität in der Umgebung festgestellt werden. Daneben werden noch das Gyroskop und der Beschleunigungsmesser des Gerätes genutzt.

Erfasst werden kann, wo sich ein Mensch befindet und ob und in welche Richtung er sich bewegt. Die Daten werden auf einen Cloud-Server übertragen und dann in eine Karte des Areals, die sogenannte Crowd Density Heatmap, eingetragen. Heatmap deshalb, weil wie bei einer Wärmebildkamera Menschenmengen als bunter Fleck erscheinen, der von Blau über Gelb ins Rot wechselt, je mehr Menschen sich dort befinden. Die Anzeige erfolge nahezu in Echtzeit, sagt Franke. Der Zeitverzug betrage etwa 1 bis 3 Minuten.

Stellenmarkt
  1. TKI Automotive GmbH, Kösching, Ingolstadt
  2. Schwarz Dienstleistung KG, Raum Neckarsulm

So lässt sich erkennen, wie dicht an bestimmten Stellen die Menge ist und ob es darin Turbulenzen gibt, also Menschen, die sich anders bewegen als die anderen. Eine solche Turbulenz könne ein möglicher Auslöser für eine Panik sein. Die Karte könne zudem mit den Überwachungskameras im öffentlichen Raum gekoppelt werden, so dass auch Bilder vom Geschehen vor Ort vorliegen.

Kommunikation mit Besuchern

Über die App können die Sicherheitskräfte die Besucher ansprechen. Ein Kommunikationskanal richtet sich an alle. Darüber bekommen sie Informationen über die Veranstaltung oder einen Überblick über die Verkehrssituation. Die Sicherheitskräfte können sich aber auch ganz gezielt an Besucher in einem bestimmten Bereich wenden: Sie klicken auf der Übersichtskarte einen bestimmten Bereich an und schicken den Menschen dort eine Nachricht auf das Smartphone, dass sie das Areal verlassen sollen. Diejenigen, die den kritischen Bereich ansteuern, können sie auffordern, sich von dort fernzuhalten.

Die Ansprache könne sehr modular erfolgen. Derzeit sei ein System in der Entwicklung, das Bewegungssignaturen aus den Sensordaten erstellen könne, erzählt Franke. An diesen Signaturen lasse sich erkennen, ob ein Mensch im Rollstuhl sitze. Diesem könne dann ein barrierefreier Weg aus der Menge vorgeschlagen werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Service-App als Anreiz 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Ben Dover 06. Sep 2012

Na dann viel Spaß bei dem akkuverbrauch der APP wird man bestimmt noch vor Ende einer...

__destruct() 04. Sep 2012

Sag bloß, du schaust nicht auf dein Smartphone, wenn du von 200 halbnackten besoffenen Fu...


Folgen Sie uns
       


TES Morrowind (2002) - Golem retro_

Eine gigantische Spielwelt umgeben von Pixelshader-Wasser: The Elder Scrolls 3 Morrowind gilt bis heute als bester Teil der Serie. Trotz sperriger Bedienung war Morrowind dank der dichten Atmosphäre, der spielerischen Freiheit und der exzellenten Grafik ein RPG-Meilenstein.

TES Morrowind (2002) - Golem retro_ Video aufrufen
Verkehr: Das Kaltstart-Dilemma der Autos mit Hybridantrieb
Verkehr
Das Kaltstart-Dilemma der Autos mit Hybridantrieb

Bei Hybridautos und Plugin-Hybriden kommt es häufiger zu Kaltstarts als bei normalen Verbrennungsmotoren - wenn der Verbrennungsmotor ausgeht und der Elektromotor das Auto durch die Stadt schiebt. Wie schnell lässt sich der Katalysator vorwärmen, damit er Abgase dennoch gut reinigen kann?
Von Rainer Klose

  1. Elektromobilität Umweltbonus gilt auch für Jahreswagen
  2. Renault City K-ZE Dacia plant City-Elektroauto
  3. Elektroautos EU-Kommission billigt höheren Umweltbonus

Videostreaming: Was an Prime Video und Netflix nervt
Videostreaming
Was an Prime Video und Netflix nervt

Eine ständig anders sortierte Watchlist, ein automatisch startender Stream oder fehlende Markierungen für Aboinhalte: Oft sind es nur Kleinigkeiten, die den Spaß am Streaming vermiesen - eine Hassliste.
Ein IMHO von Ingo Pakalski

  1. WhatsOnFlix Smartphone-App für bessere Verwaltung der Netflix-Inhalte
  2. Netflix Staffel-2-Trailer zeigt Cyberpunk-Welt von Altered Carbon
  3. Videostreaming Netflix musste Night of the Living Dead entfernen

Alphakanal: Gimp verrät Geheimnisse in Bildern
Alphakanal
Gimp verrät Geheimnisse in Bildern

Wer in Gimp in einem Bild mit Transparenz Bildbereiche löscht, der macht sie nur durchsichtig. Dieses wenig intuitive Verhalten kann dazu führen, dass Nutzer ungewollt Geheimnisse preisgeben.


      •  /