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Crouton: Linux-Distributionen im Fenster unter Chrome OS

Unter Chrome OS können andere Linux-Distributionen nun in einem separaten Fenster angezeigt werden, wie bei vielen Virtualisierungslösungen. Dazu ist die Chroot-Umgebung Crouton deutlich erweitert worden.
/ Sebastian Grüner
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Crouton führt nun Linux-Distributionen in einem eigenen Fenster aus. (Bild: François Beaufort)
Crouton führt nun Linux-Distributionen in einem eigenen Fenster aus. Bild: François Beaufort

Dank eines Praktikanten bei Google lässt sich das Tool Crouton nun in einem eigenen Fenster unter Chrome OS benutzen, wie ein Google-Entwickler berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Crouton(öffnet im neuen Fenster) bietet eine erweiterte Chroot-Umgebung, mit der sich andere Linux-Distributionen unter Chrome OS verwenden lassen. Damit verhält sich die Integration des Tools in Chrome OS nun zumindest optisch ähnlich zu bekannten Virtualisierungslösungen für andere Betriebssysteme.

Bisher starteten per Crouton bereitgestellte Distributionen mit ihren Desktops im Vollbild. Die neue Fensterlösung vereinfacht die Benutzung entsprechend, da die Chrome-OS-Oberfläche ständig verfügbar bleibt. An der grundlegenden Technik ändert sich dabei jedoch nichts. Statt Geräte zu virtualisieren, ermöglicht Crouton die Wiederverwendung etwa des Kernels und anderer Bestandteile in Linux-Distributionen wie Ubuntu.

Notwendig dazu waren(öffnet im neuen Fenster) etwa 4.500 Zeilen Code, die einige Erweiterungen für das Tool bringen. Neben der eigentlichen Funktion, Crouton in einem Fenster auszuführen, setzt die neue Variante auf eine X-Server-Attrappe. Zur Übertragung von Eingabe-, Cursor-Ereignissen und Weiterem zwischen dieser Attrappe und einem Native-Client-Modul werden Websockets verwendet. Die Framebuffer-Daten, also die eigentlichen Bildinhalte, werden aus Leistungsgründen nicht über die Websockets übertragen. Stattdessen werden die Daten direkt in einen Speicherbereich geschrieben, der vom Native Client und Chrome gemeinsam genutzt wird.

Um Crouton nutzen zu können, müssen die Chrome-OS-Geräte in den Developer Mode versetzt werden. Ebenso muss die Crouton-Erweiterung für Chrome installiert werden.


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