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Crossover-SUV #5 vorgestellt: Smart stößt in die elektrische Mittelklasse vor

Mit einem 800-Volt-System und einem 100-kWh-Akku ist aus dem einstigen Kleinwagen Smart ein Elektroauto mit großer Reichweite geworden.
/ Friedhelm Greis
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Der Smart #5 hat mit einer Länge von 4,7 m nicht mehr viel mit dem Original-Smart zu tun. (Bild: Smart)
Der Smart #5 hat mit einer Länge von 4,7 m nicht mehr viel mit dem Original-Smart zu tun. Bild: Smart

Mit dem Smart #5 kommt ein elektrisches SUV auf den Markt, das mit einer Länge von 4,71 m fast doppelt so lang wie der Original-Smart Fortwo aus den 1990er Jahren ist. Mit dem dritten Modell im neuen Portofolio wolle die Marke in das "Premium-Mittelklasse-SUV-Segment" einsteigen, teilte der Hersteller am 28. August 2024 mit(öffnet im neuen Fenster) . Das Fahrzeug werde "Anfang nächsten Jahres in Europa eingeführt und ausgeliefert" . Preise nennt der Hersteller noch nicht.

Smart, ein Gemeinschaftsunternehmen von Mercedes-Benz und dem chinesischen Hersteller Geely, stellte im April dieses Jahres die Konzeptstudie für den #5 vor . Die nun gezeigte und von Mercedes-Benz entworfene Serienversion wirkt weniger bullig und ist optisch weniger stark für Allrad- und Offroadfunktionen ausgelegt.

Noch keine WLTP-Reichweite

Ebenso wie das Konzeptfahrzeug basiert der Hashtag 5, wie der Modellname ausgesprochen wird, auf einem 800-Volt-System. "Die 100-kWh-Batterie des smart #5 verfügt über eine Super-Charging Funktion (4C), die eine Aufladung von bis zu 70 Prozent der Kapazität in nur 15 Minuten ermöglicht" , heißt es in der Mitteilung. Das würde einer durchschnittlichen Leistung von 280 Kilowatt (kW) während des Ladevorgangs entsprechen.

Für die Reichweite liegt noch kein Wert nach dem Prüfzyklus WLTP vor. Nach dem chinesischen Zyklus CLTC soll der #5 bis zu 740 km weit kommen. Realistisch dürften angesichts des Designs und der Fahrzeuggröße 500 km sein.

Länger als ein ID.4

Der Smart #5 ist 12 cm länger als der 4,58 m lange VW ID.4. Der Radstand des #5 misst 2,9 m, was ein "modernes, geräumiges und innovatives Interieur" ermöglichen soll. Der Fond bietet eine Kopffreiheit von 1.060 mm und ist mit Ledersitzen, Heizung, Sitzlehnenverstellung, elektrischem Sonnenschutz und LED-Leselicht ausgestattet.

Der Mittelklasseanspruch wird beim Infotainmentsystem deutlich. Dieses verfügt über ein 25,6 Zoll großes Head-Up-Display mit Augmented-Reality, ein 10,3 Zoll großes Kombiinstrument sowie zwei 13-Zoll große AMOLED-Displays über der Mittelkonsole. Für eine "sehr kurze Reaktionszeit" nutzt das Fahrzeug demnach AMDs V2000-Hochleistungschips.

Der Prozessor eigne sich "hervorragend für das Rendering der Low-Poly-smart-OS-Benutzeroberfläche des Fahrzeugs, die auf der Unreal-Engine basiert und Echtzeiteffekte verwaltet, die für ein reaktionsschnelles, reibungsloses und ästhetisch ansprechendes Erlebnis entscheidend sind" .

Noch keine Details zur Motorleistung

Das Kofferraumvolumen beträgt 1.530 Liter bei umgeklappten Rücksitzen. Unter der Fronthaube befindet sich ein weiterer Stauraum, der 72 Liter fasst. Eine elektrische Anhängerkupplung ist gegen Aufpreis verfügbar.

Angaben zur Motorleistung und den Antriebsvarianten nennt Smart noch nicht. Eine Allradversion ist jedoch geplant. Das erscheint sinnvoll, denn das Fahrzeug soll über mehrere On- und Offroad-Fahrmodi, darunter Adaptive, Sand, Schnee, Schlamm und Fels, verfügen. Im Gelände könnte auch die integrierte 230-Volt-Steckdose hilfreich sein.

Smart hatte das erste Designmodell seines neuen Portfolios, den Concept #1, auf der IAA 2021 vorgestellt . Inzwischen folgte mit dem #3 ein SUV-Coupé. In den ersten sieben Monaten des Jahres wurden in Deutschland 1.900 Exemplare der beiden Modelle zugelassen.


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