Crossover-Elektroauto: Audi nimmt den Kampf gegen Tesla auf
Audis Ingenieure arbeiten an einem Elektroauto, das die US-Auflagen für ein Null-Emissionsfahrzeug erfüllt. Das hat Rupert Stadler, der Vorstandsvorsitzende der Audi AG, der Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) vor einigen Tagen mitgeteilt. Es wird vermutlich ein Crossover sein, sagte Stadler. Gerüchten zufolge soll seine Reichweite bei 450 km liegen. Der Name des neuen Autos ist offiziell noch nicht bekannt. Nach einem älteren Bericht des britischen Magazins Autocar(öffnet im neuen Fenster) könnte es sich um den Q8 handeln.
Crossover-Modelle sind kleine SUVs, die optisch eine Mischung aus Geländewagen und normalem Pkw sind. Damit will Audi vor allem Kunden in Nordamerika ansprechen. Hier gibt es auch entsprechende Fördermöglichkeiten, die die Anschaffungskosten reduzieren.
Tesla will 2015 mit dem Tesla X ebenfalls einen Crossover anbieten. Sollte Audi erst 2017 ein Gegenstück auf den Markt bringen, gewähren die Ingolstädter dem US-Konkurrenten eine lange Vorlaufzeit.
Audi setzt auf umgebaute Serienfahrzeuge
Der neue Elektro-Audi soll Teil einer ganzen Reihe von Fahrzeugen werden, die auf diese Weise angetrieben werden. Sie basieren auf herkömmlich angetriebenen Autos, was die Kosten reduzieren soll. BMW hingegen hat sein Elektroauto i3 von Grund auf neu konstruiert, um ein niedriges Gewicht und eine größere Reichweite erzielen zu können.
Kommendes Jahr will Audi eine E-Variante des R8-Sportwagens vorstellen und dieses Jahr wurde mit dem A3 E-Tron(öffnet im neuen Fenster) ein Kompaktauto mit Plug-In-Hybrid präsentiert. Beim A3 wird allerdings ein normaler 4-Zylinder-Verbrennungsmotor eingesetzt, der von einem Elektromotor assistiert wird. Rein elektrisch soll der A3 E-Tron nur 50 Kilometer weit kommen. Die Basisversion kostet rund 41.000 Euro.
Ob sich Elektroautos wirklich durchsetzen, ist nicht sicher. Der Kurs der Tesla-Aktie war in den letzten sieben Handelstagen um 14 Prozent gesunken. Analysten(öffnet im neuen Fenster) machen die stark gefallenen Benzinpreise in den USA dafür verantwortlich, die Interessenten von Fahrzeugen mit Alternativantrieben abhalten könnten.
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