Critical Communications World: Huawei will langsames Tetra mit eLTE MCCS retten

Das Kommuniktionssystem eLTE MCCS für den öffentlichen Sicherheitssektor soll das schmalbandige Tetra noch eine Zeit lang nutzbar machen und mit neuen Standards verbinden. Wir sprachen mit einem Huawei Vice President über die Einsatzmöglichkeiten.

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Edwin Diender, Vice President der Enterprise Business Group von Huawei
Edwin Diender, Vice President der Enterprise Business Group von Huawei (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Huawei bietet mit dem eLTE Multimedia Critical Communications System (eLTE MCCS) ein Kommuniktionssystem für Sicherheitskräfte. Der IT-Konzern hat es am 17. Mai auf der Critical Communications World 2018 in Berlin vorgestellt. Das System richtet sich an den öffentlichen Sicherheitssektor und soll auch den schmalbandigen Behördenfunk Tetra mit 7,2 KBit/s unterstützen und aufwerten.

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eLTE MCCS soll als einheitlicher Dienst verschiedene Schmalbandsysteme, Videoüberwachungssysteme und GIS-Systeme verbinden. "Diese Plattform wird es ermöglichen, bestehende Schmalbandnetze schrittweise abzuschaffen und auf neue Netze aufzurüsten. Gleichzeitig wird die Bereitstellung von Diensten gewährleistet und die Investitionen geschützt, die die Kunden bereits in Schmalbandnetze getätigt haben", erklärte das Unternehmen.

Das System soll eine Verbindung zwischen öffentlichen Kommunikationsnetzen und aktuellen Schmalband-Trunking-Systemen wie beispielsweise P25, Tetra und DMR bieten und auch Push-to-Talk unterstützen. Die Übertragungsrate pro Datenkanal liegt bei Tetra bei nur 7,2 KBit/s. Eine Funkzelle kann mit mehreren Datenkanälen ausgerüstet sein. Tetra bietet auch Dienste wie Gruppenruf und Rufpriorität für Notrufe.

Was eLTE MCCS konkret kann

Edwin Diender, Vice President für Government and Public Utility Sector bei der Huawei Enterprise Business, sagte im Gespräch mit Golem.de, dass die Stadt Amsterdam einer der Kunden des Systems sei. Mögliche Funktionen seien "Positionserkennung bei einem Notruf, Verbindung zu CCTV-Überwachungskamerasystemen und mit dem nächsten Polizisten am Ort, Bildabgleich mit Aufnahmen von Tatverdächtigen und Zugriff auf deren KFZ-Kennzeichen". Neben Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften könne das System auch vom Gesundheitssektor genutzt werden.

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Die eLTE-Technik von Huawei basiert auf dem LTE-Standard und bietet wie bei Tetra oder GSM-R Dienste wie Gruppenruffunktionalitäten (Trunking Services), Rufpriorität für Notrufe oder Push-to-Talk. Auch Zugsteuerungsdienste mit CBTC (Communication-Based Train Control) über LTE sind bereits erfolgreich getestet worden. Zudem steht die volle Datenrate von LTE bereit. Das eLTE-System für einsatzkritische Kommunikation wird laut Unternehmensangaben in 233 öffentlichen Sicherheitsnetzen eingesetzt.

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