Crescent Bay: Oculus Rift und die Sache mit dem T-Rex

Crescent Bay, die neue Version von Oculus Rift, ist deutlich besser als Development Kit 2. Golem.de konnte die VR-Brille ausprobieren. Das Imposante dabei war die Qualität der Demos - und die Zahl der Menschen, die Oculus in zehn Jahren erreichen will.

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Crescent-Bay-Version von Oculus Rift
Crescent-Bay-Version von Oculus Rift (Bild: Oculus VR)

Wir stehen auf einer Straße in einer Stadt, und um uns herum bricht die Hölle los. Schwer bewaffnete Elitesoldaten in Kampfmontur feuern aus allen Kanonenrohren auf einen riesigen Kampfroboter vor uns. Kugeln sausen direkt an uns vorbei. In Zeitlupe: Wir können uns vorbeugen und die verwirbelte Luft hinter ihnen genau ansehen. Ein Auto explodiert und fliegt knapp über uns hinweg. Dann stehen wir vor dem drei bis fünf Meter großen Roboter, sehen ihm direkt in sein rot leuchtendes Auge - und hoffen, dass wir tatsächlich "nur" eine Demo mit der neuen Version von Oculus Rift ausprobieren.

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Natürlich ist das, was wir gesehen haben, eine Demo. Sie wurde von Epic Games auf Basis der Unreal Engine 4 für Crescent Bay entwickelt, die jüngste Version von Oculus Rift. Der Hersteller Oculus VR hat das Modell hinter verschlossenen Türen auf der Game Connection 2014 in Paris vorgestellt und dabei auch die neuen Demos für die VR-Brille gezeigt. Bei aller gebotenen Sachlichkeit: Derart beeindruckende und immersive Ausflüge in virtuelle Welten haben wir trotz einiger Erfahrung im Umgang mit Oculus Rift bislang nicht erlebt. Was die Macher mit ihren Partnern inzwischen an Mini-Abenteuern bieten, ist schlicht eine Wucht.

Eine andere, grafisch ebenfalls atemraubende Demo findet in einer großen, leeren Halle statt. Plötzlich bewegt sich vor uns in der Dunkelheit etwas, dann marschiert mit schweren Schritten ein riesiger Tyrannosaurus Rex direkt auf uns zu. Vor uns senkt er sein Haupt, brüllt uns in bester Jurassic-Park-Manier an und stapft dann breitbeinig über uns hinweg, um hinter uns wieder im Dunkeln zu verschwinden.

Letzteres ist übrigens nur mit Crescent Bay möglich. Erst mit diesem Modell erlaubt es Oculus Rift, dass der Nutzer sich um volle 360 Grad drehen und damit auch hinter sich blicken kann. Dazu verfügt das Gerät an den am Hinterkopf zusammenlaufenden Befestigungsvorrichtungen über ein kleines Dreieck mit Trackingpunkten, die ebenfalls von der Kamera erfasst und ausgewertet werden. In der Praxis funktioniert das problemlos und ohne jeden spürbaren Übergang.

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Auch sonst ist Crescent Bay im Vergleich zum Development Kit 2 deutlich verbessert. Genaue technische Angaben macht der Hersteller nicht, allerdings gibt es Indizien, dass ein Display mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln zum Einsatz kommt.

Oculus Home noch vor Ende 2014

In diesem Zusammenhang: Bei einem Vortrag auf der Game Connection hat Aaron Davies, bei Oculus VR für Developer Relations zuständig, angedeutet, dass sein Team die jüngst von einigen Herstellern vorgestellten Smartphone-Displays mit 4K- und 8K-Auflösungen spannend finde. Den Entwicklern vor Ort sagte er allerdings, dass sie dann keine Probleme mit der Endkundenversion von Oculus Rift haben dürften, wenn ihre Spiele auf dem Development Kit 2 (1.920 x 1.080 Pixel) stabil mit einer Bildrate von 90 fps funktionierten.

Weitergehend äußerte sich Davies nicht, einen Termin für die Endkundenversion nannte er nicht. Es bleibe dabei, dass noch 2014 das für mobile Endgeräte gedachte Gear VR von Samsung auf den Markt komme. Auch der Onlinestore Oculus Home soll noch vor Ende 2014 eröffnet werden. Zu den Zielen von Oculus VR äußerte er sich ebenfalls: In zehn Jahren sollten mindestens eine Milliarde Menschen ein Gerät wie Oculus Rift besitzen und regelmäßig verwenden.

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RichieVandamme 10. Nov 2014

ich wollte auch mal meinen senf hin zu fügen. ich denke das es wichtiger ist das die...

Bleistiftspitze 02. Nov 2014

Wenn ich sie nicht kennen würde, hätte ich ich mich kaum dazu geäussert, noch korrigiert...

Hotohori 02. Nov 2014

Wäre keine gute Idee, lieber eine ruckartige Bewegung als das durch Verschleierung zu...

Hotohori 31. Okt 2014

Dafür gibt es den Online Modus, da können dann auch wieder genug stören. Sogar mit...



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