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Creoqode 2048
Creoqode 2048 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Creoqode 2048 im Test: Wir programmieren die größte portable Spielkonsole der Welt

Creoqode 2048
Creoqode 2048 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Nicht nur wegen ihrer Größe ist die Creoqode keine Spielekonsole für den Zeitvertreib im Bus oder einer Billigfluglinie. Denn die Spiele sind nur ein Köder, um in die Programmierung einzusteigen. Wir haben sie zusammengebaut und ausprobiert.
Ein Test von Alexander Merz

Die Creoqode 2048 ist nicht das erste Spiele-Portable auf Arduino-Basis. Aber wo die Konkurrenz - auch aus Preisgründen - auf Minikonstruktionen setzt, geht Creoqode in die Vollen. Das große Display mit seinem 2048 RGB-LEDs (64x32) ist nicht zu übersehen, sechs ordentliche Buttons gibt es bei der Konkurrenz ebenfalls selten. Doch der Nutzer soll nicht nur daddeln, sondern muss das Gerät auch selbst zusammenbauen und kann sich, wie es sich für eine Arduino-Plattform gehört, seine Spiele auch selber schreiben und mit Elektronik experimentieren. Das haben wir ausprobiert.

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"Ein echter Klopper", geht uns nach dem Zusammenbau durch den Kopf. Dagegen sehen selbst die unhandlichen frühen Geräte der Videospielgeschichte wie Ataris Lynx und Segas Game Gear klein aus. Die Creoqode ist breiter als Nintendos Switch mit Controllern. Doch wir greifen vor. Denn der Zusammenbau der Creoqode ist bereits ein Erlebnis.

Schaffe, schaffe, Konsole baue

Geliefert wird die Konsole als Bausatz. Im Karton befinden sich Plexiglas-Scheiben, elektronische Baugruppen, jede Menge Jumper-Kabel und alle notwendigen Kleinteile wie Schrauben und zwei Inbusschlüssel. Wie daraus die fertige Konsole entsteht, erklärt die beiliegende englischsprachige Bauanleitung. Deren Text ist zwar verständlich, aber die Bilder darin sind viel zu klein und Details sind kaum zu erkennen.

Die Anleitung findet sich aber auch auf der Community-Webseite. Die erfordert allerdings eine Anmeldung. Dort finden wir deutlich größere Bilder, manches Detail verschluckt aber auch hier der mangelnde Kontrast zwischen den Bauelementen. Gerenderte Zeichnungen oder Details wären hilfreicher gewesen.

Nervig in Erinnerung bleibt uns auch die prinzipbedingte Fummelei durch die kleinen Schrauben und die Verkabelung zwischen dem Mikrocontroller-Board, dem Display und dem Button mit unzähligen Jumperkabeln. Trotz aller Kritik: Der Aufbau benötigt zwar Zeit, verläuft aber weitgehend unkompliziert. Aufgrund der vielen kleinen Teile und der aufwendigen, fehlerträchtigen Einzelverkabelung sollten Eltern Kindern beim Aufbau unbedingt helfen.

  • Sieht im Karton hübsch und gebrauchsfertig aus. Doch das ist nur die Frontabdeckung. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Tatsächlich befinden sich eine Vielzahl von Einzelteilen im Karton. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die elektronischen Kompenten (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Ladeschaltung für den Akkubetrieb mit Ein-/Ausschalter. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Hauptplatine bietet eine Vielzahl von GPIO-Anschlüssen. Die Konsole nutzt nur einen Teil davon.<br>(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch ein kleiner USB-zu-Seriell-Adapter ist enthalten. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die fertig montierte und verkabelte Konsole ohne Rückenabdeckungen (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Rein zufällig - oder auch nicht - ist die Creoqode so breit wie ein Arduino Mega. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Creoqode im Größenvergleich mit dem Sega Game Gear. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das kurze USB-Kabel zum Aufladen liegt bei. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Programmiert wird per Arduino-IDE und ein zweites (kurzes) USB-Kabel. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gespielt werden kann aber auch ganz ohne Kabel. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Sieht im Karton hübsch und gebrauchsfertig aus. Doch das ist nur die Frontabdeckung. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Bunte Lichter brauchen viel Strom

Am Ende des Aufbaus steht ein stabiler Klopper in Sandwich-Bauweise. Trotz der Größe - oder gerade deswegen - liegt die Creoqode nicht schwer in den Händen. Das simple Ballerspiel Great Escape ist bereits installiert. Das Display zeigt sofort seine Qualitäten. Die RGB-LEDs erzeugen zwar nur klassische Pixel-Retro-Grafiken, bieten aber ein buntes Farbspektrum und sind sehr hell. Die großen, mechanischen Buttons dürften viele Stunden durchhalten.

Viel eher macht der Akku schlapp. Wie lange die LiIon-Zelle durchhält, ist stark von der Nutzung des Displays mit seinen 2.048 LEDs abhängig. Per selbstgeschriebenem Programm ließen wir rund 75 Prozent der LEDs dauerhaft das RGB-Spektrum durchlaufen. Die Lade-LEDs am Creoqode signalisierten uns nach etwa drei Stunden, dass wir die Konsole besser wieder an ein USB-Ladegerät hängen sollten. Die meisten Programme dürften aber mit deutlich weniger LED-Pixeln auskommen - fünf bis sechs Stunden Akkulaufdauer sollten dann auf jeden Fall machbar sein.

Spiele installieren auf Arduino-Art 

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schlaubi1974 28. Jul 2017

Das ist so nicht richtig. Allein das Display kostet ca. 75 EUR. Ein Arduino Mega 2560 ist...

bstea 22. Jul 2017

Die Auflösung ist sicher nicht ganz unsinnig auf CHIP-8 Niveau angehoben wurden.

MrSpok 20. Jul 2017

Aber ein Akku-Halter für Arduinos & Co. ist doch nix Besonderes. Benutze ich für meine...

spambox 20. Jul 2017

Eine kleine Korrektur: der Atmel Chip schafft 1 MIPS/Mhz, während der Z80 des Gameboys...

Haze95 20. Jul 2017

baue ich mir doch lieber nen zweiten Zeroboy. Da steckt nen RPi drinnen. Kostet auch nur...



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