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Spiele installieren auf Arduino-Art

Wer neue Spiele installieren oder selbst programmieren will, greift zur Arduino IDE. Technisch entspricht die Creoqode einem Arduino Mega. Es müssen lediglich noch zwei Fremdbibliotheken für die Display-Unterstützung installiert werden.

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Diese ersten Schritte, auch zum Ansprechen des Displays, sind in einem Tutorial dokumentiert. Weiterführende Informationen des Arduinos oder zur Spieleprogrammierung bietet der Hersteller leider nicht. Da die Creoqode aber keine Spezial-API verwendet, können bestehende Tutorials von Dritten benutzt werden und umgekehrt sind die mit der Creoqode gemachten Erfahrungen auch auf andere Arduino-Projekte übertragbar.

Mehr Inhalte angekündigt

Vom Hersteller gibt es derzeit noch ein zweites Spiel namens Pixel Maze, eine sehr einfache Version von Pac-Man. Weitere Spiele sind in Vorbereitung. Auf Rückfrage gab der Hersteller an, sie sollten ab Ende Juli verfügbar sein. Ebenfalls zu diesem Zeitpunkt soll eine ausführlichere Anleitung erscheinen, die derzeit nur für Bildungseinrichtungen verfügbar ist. Auch ein anderes Manko soll bis dahin beseitigt werden: Die Quelltexte auf der Webseite werden über ein Word-Dokument ausgeliefert statt als INO-Text-Dateien.

Fast besser als ein Gameboy

Auch wenn die Demo-Spiele recht einfach sind: Das liegt nicht an der Rechenpower, auch wenn ein Atmega 2560 leistungsmäßig kaum mit modernen CPUs mithalten kann. Der Prozessor ist immerhin viermal so schnell wie die CPU des ersten Gameboys. Und wie der Gameboy bietet der Atmega 8 KByte Arbeitsspeicher, 256 KByte Flash-Speicher entsprechen der typischen Speicherkapazität von Gameboy-Cartridges. Der Gameboy hat nur einen Vorteil: Er verfügt zusätzlich über 8 KByte Video-RAM.

Eigene Technik verbauen

Als Elektronik-Kasten ist die Creoqode in Konsolenform nur bedingt tauglich. Die Hauptplatine ist ein direkter Klon des Arduino Mega und einige Jumperkabel sind nach dem Zusammenbau übrig. Bis auf das Display, die Ladeschaltung und die Buttons liegen aber keine weiteren elektronischen Komponenten bei. Dabei wäre zum Beispiel ein Accelerometer eine prima Ergänzung gewesen, um Spiele auch per Handbewegung zu steuern. Genauso wäre es denkbar, einen SD-Kartenleser und SPI-Speichermodule nachzurüsten und damit die begrenzten RAM- und Speicherfähigkeiten des Atmega zu kompensieren. Für die Nachrüstung eines Bluetooth-Moduls bietet der Hersteller sogar ein eigenes Tutorial.

Im engen Gehäuse der Creocode ist für solche Zusatzbasteleien allerdings nur wenig Platz. Hier kommt der Konsole aber das modulare Prinzip zugute. Wir können sie zerstörungsfrei wieder zerlegen und alle Bauelemente in eigenen Konstruktionen weiter verwenden.

  • Sieht im Karton hübsch und gebrauchsfertig aus. Doch das ist nur die Frontabdeckung. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Tatsächlich befinden sich eine Vielzahl von Einzelteilen im Karton. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die elektronischen Kompenten (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Ladeschaltung für den Akkubetrieb mit Ein-/Ausschalter. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Hauptplatine bietet eine Vielzahl von GPIO-Anschlüssen. Die Konsole nutzt nur einen Teil davon.<br>(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch ein kleiner USB-zu-Seriell-Adapter ist enthalten. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die fertig montierte und verkabelte Konsole ohne Rückenabdeckungen (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Rein zufällig - oder auch nicht - ist die Creoqode so breit wie ein Arduino Mega. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Creoqode im Größenvergleich mit dem Sega Game Gear. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das kurze USB-Kabel zum Aufladen liegt bei. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Programmiert wird per Arduino-IDE und ein zweites (kurzes) USB-Kabel. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gespielt werden kann aber auch ganz ohne Kabel. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Die fertig montierte und verkabelte Konsole ohne Rückenabdeckungen (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
 Creoqode 2048 im Test: Wir programmieren die größte portable Spielkonsole der WeltVerfügbarkeit und Fazit 
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schlaubi1974 28. Jul 2017

Das ist so nicht richtig. Allein das Display kostet ca. 75 EUR. Ein Arduino Mega 2560 ist...

bstea 22. Jul 2017

Die Auflösung ist sicher nicht ganz unsinnig auf CHIP-8 Niveau angehoben wurden.

MrSpok 20. Jul 2017

Aber ein Akku-Halter für Arduinos & Co. ist doch nix Besonderes. Benutze ich für meine...

spambox 20. Jul 2017

Eine kleine Korrektur: der Atmel Chip schafft 1 MIPS/Mhz, während der Z80 des Gameboys...

Haze95 20. Jul 2017

baue ich mir doch lieber nen zweiten Zeroboy. Da steckt nen RPi drinnen. Kostet auch nur...


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