Cree: Mehr als 300 Lumen pro Watt sind mit LEDs möglich
Dem auf LEDs spezialisierten Halbleiterunternehmen Cree ist es eigenen Angaben zufolge gelungen, mit nur einem Watt 303 Lumen Lichtstrom zu erzeugen. Das ist zwar zunächst nur ein Forschungsergebnis, zeigt aber, dass die Entwicklung von energiesparender LED-Technik für Leuchtmittel noch nicht abgeschlossen ist. Cree gelang die Effizienzsteigerung mit einer Farbtemperatur von 5.150 Kelvin in einer Umgebung mit Raumtemperatur, die nicht weiter spezifiziert wird.
Die Effizienz dieser Labor-LED ist prinzipbedingt im Vergleich zu handelsüblichen LED-Leuchtmitteln sehr viel höher. Allerdings gibt Cree keine Lebensdauer der Forschungs-LED an. Derzeit schaffen reguläre Leuchtmittel 70 bis etwa 100 Lumen pro Watt, deren Werte noch Verluste etwa für die Lichtverteilung oder der Elektronik mit berücksichtigen. Ein Wert, den Cree und viele andere Hersteller im Forschungsbereich schon vor Jahren übertreffen konnten. Bis die Hersteller von LED-Leuchtmitteln diese Effizienz etwa in Retrofit-Leuchtmitteln erreichen, dürften dementsprechend Jahre vergehen.
Im Noname-Bereich liegen die Hersteller teilweise sogar bei noch schlechteren Lumen-pro-Watt-Werten. Diese vergleichsweise ineffizienten LED-Leuchtmittel sind in der Regel bereits jetzt energiesparender als Kompaktleuchtstofflampen, die umgangssprachlich als Energiesparlampen bezeichnet werden und wegen des Quecksilbers besonders entsorgt werden müssen.
Ein konkretes Produkt mit der High-Power-LED hat Cree nicht angekündigt. Crees aktuelle Ankündigung erreicht nicht einmal annähernd den Wert der Forschungsabteilung. In Bälde will Cree etwa LED-Module (LMH2) mit 8.000 Lumen(öffnet im neuen Fenster) anbieten. Diese sollen 150-Watt-Keramik-Metalldampf-Leuchtmittel ersetzen. Die Effizienz dieser Module liegt jedoch bei nur 85 Lumen/Watt.



