Creators Update: Game Mode macht Spiele runder und Windows 10 ruckelig

Der Spielmodus von Windows 10 ist zweischneidig: Er kann zwar Aussetzer bei Hintergrundlast verringern, wirkt aber noch unausgereift. Denn der Game Mode klappt nicht überall und nach dem Beenden stottert das Betriebssystem vor sich hin.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Spielmodus von Windows 10 ausprobiert
Spielmodus von Windows 10 ausprobiert (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Mit dem Creators Update, also der Aktualisierung von Windows 10 auf Version 1703, hat Microsoft den Game Mode integriert. Der heißt zu deutsch Spielmodus und das beschreibt es gut: Wer ihn einschaltet, erhält eine etwas bessere Leistung. Allerdings leidet der Spielmodus noch unter Unzulänglichkeiten, der Geschwindigkeitsschub fällt marginal aus und es braucht recht viel Hintergrundlast, damit die Verbesserungen spürbar sind.

Inhalt:
  1. Creators Update: Game Mode macht Spiele runder und Windows 10 ruckelig
  2. Hilft viel bei viel Last

Wir haben den Spielmodus auf zwei Systemen ausprobiert: auf einem Thinkpad X1 Carbon X1 v5 mit Skylake-Dualcore (6200U) samt integrierter Intel-Grafik und auf einem Desktop-Rechner mit einer Radeon RX 480 sowie einem Ryzen 5 1600X mit sechs Kernen. Eingeschaltet wird der Game Mode entweder unter Einstellungen, Spielen und dann via Spielmodus oder indem während des Spielens per Windowstaste+G die sogenannte Spieleleiste geöffnet wird. Das ist wenig intuitiv, zumal die vorinstallierte Xbox-App zwar einige Titel auflistet - aber natürlich ohne Option, den Spielmodus zu aktivieren.

  • Der Spielmodus ist Teil des Creator's Updates (Screenshot: Golem.de)
  • Per Windows+G wird die Spieleleiste geöffnet. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Menü findet sich der Spielmodus. (Screenshot: Golem.de)
  • In Defense Grid auf dem Thinkpad bringt der Game Mode bei leichter Hintergrundlast kaum einen Vorteil. (Diagramm: Golem.de)
  • Werden zusätzlich Fotos auf einem Kern exportiert, ist die Differenz größer. (Diagramm: Golem.de)
  • Hintergrundlast plus Foto-Export sorgen in Gears of War 4 auf dem Desktop-System für fiese Ruckler. (Diagramm: Golem.de)
  • Läuft neben Gears of War 4 noch Blender, stottert der Shooter ohne Game Mode. (Diagramm: Golem.de)
Der Spielmodus ist Teil des Creator's Updates (Screenshot: Golem.de)

Generell hat der Game Mode so seine Tücken. Wir konnten ihn auf dem Ultrabook bei Defense Grid und Titan Quest nur im Fenster einschalten, um danach wieder auf Vollbild zu wechseln. Auf dem Desktop-System stolperten wir über das gleiche Problem, der Spielmodus scheint etwas störrisch in Bezug auf manche Titel. Mit anderen Spielen wie Battlefield 1 oder Gears of War 4 hingegen klappt alles auf Anhieb. Letzterer Shooter läuft übrigens unter der Universal Windows Platform und soll daher besser mit dem Game Mode zusammenarbeiten als reguläre Win32-Spiele, da in der geschlossenen UWP-Umgebung genau klar ist, welche Prozesse ablaufen.

  • Der Spielmodus ist Teil des Creator's Updates (Screenshot: Golem.de)
  • Per Windows+G wird die Spieleleiste geöffnet. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Menü findet sich der Spielmodus. (Screenshot: Golem.de)
  • In Defense Grid auf dem Thinkpad bringt der Game Mode bei leichter Hintergrundlast kaum einen Vorteil. (Diagramm: Golem.de)
  • Werden zusätzlich Fotos auf einem Kern exportiert, ist die Differenz größer. (Diagramm: Golem.de)
  • Hintergrundlast plus Foto-Export sorgen in Gears of War 4 auf dem Desktop-System für fiese Ruckler. (Diagramm: Golem.de)
  • Läuft neben Gears of War 4 noch Blender, stottert der Shooter ohne Game Mode. (Diagramm: Golem.de)
Per Windows+G wird die Spieleleiste geöffnet. (Screenshot: Golem.de)

Der Spielmodus verschafft der Ausführungsdatei eine sehr hohe Priorität und stuft Hintergrundprozesse stärker zurück als sonst. Obendrein wird die CPU-Zeit inklusive der Kernzuordnung besser auf die Threads des Spiels fokussiert. Gleiches gilt für die Rechenzeit der GPU und bestimmte Speicherbereiche, die freigehalten werden. Die Idee dahinter ist, ein flüssigeres Spielgefühl zu garantieren, statt stumpf die durchschnittliche Bildrate zu steigern.

Stellenmarkt
  1. IT Systemadministrator (m/w/d)
    Königsteiner Services GmbH, Stuttgart
  2. Senior Manager (m/w/d) aktives Prozessmanagement / Beratung
    Real I.S. AG, München
Detailsuche

Praktisch klappt das ziemlich gut, wenn ausreichend Hintergrundprogramme laufen - danach hat Windows 10 aber ein Weilchen heftig Schluckauf.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Hilft viel bei viel Last 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Crass Spektakel 26. Apr 2017

Der ganze Sermon um Konsolen ist totaler Blödsinn, Konsolen liefern bei gleichen Details...

Crass Spektakel 26. Apr 2017

Auf meinem 50 Euro Wintron kann man ein paar einfache Titel gut zocken, gerade aus dem...

Crass Spektakel 26. Apr 2017

Bei mir war der Game-Mode auf drei 64Bit-Rechnern aktiviert, nur auf den beiden 32Bit...

Crass Spektakel 26. Apr 2017

Bei mir war der Game-Mode bei allen 64Bit-Rechnern nach dem Update erstmal aktiviert...

Crass Spektakel 26. Apr 2017

Nur mal zu Feststellung: Bei mir war der Game Mode auf allen Rechnern nach dem Update...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kickstarter
Die Pibox ist ein Mini-NAS mit Raspberry Pi

Auf Basis des Raspberry Pi CM 4 entsteht die Pibox. Mittels Carrier-Platinen können daran zwei 2,5-Zoll-Laufwerke angeschlossen werden.

Kickstarter: Die Pibox ist ein Mini-NAS mit Raspberry Pi
Artikel
  1. Neuer Firmenname: Aus Facebook wird Meta
    Neuer Firmenname
    Aus Facebook wird Meta

    Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat den Namen der neuen Dachgesellschaft seiner Dienste genannt. Dieser lehnt sich stark an das geplante Metaversum an.

  2. S9U fürs Homeoffice: Samsung stellt 49-Zoll-Ultrawide-Monitor mit KVM-Switch vor
    S9U fürs Homeoffice
    Samsung stellt 49-Zoll-Ultrawide-Monitor mit KVM-Switch vor

    Der S9U ist Samsungs neuer 32:9-Bildschirm. Er integriert USB-C mit 90 Watt Power Delivery und einen KVM-Switch. Das Panel schafft 120 Hz.

  3. XTurismo: Fliegendes Jetski aus Japan für knapp 600.000 Euro
    XTurismo
    Fliegendes Jetski aus Japan für knapp 600.000 Euro

    Wo auch immer man sie fliegen dürfen wird, Multikopter für den Personentransport sind im Kommen. Dieses Flugobjekt stammt aus Japan.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • WD Black SN750 1TB 89,90€ • Acer 27" FHD 165Hz 191,59€ • PS5 Digital + 2. Dualsense + 100€-Amazon-Gutschein mit o2-Vertrag sofort lieferbar • Kingston 1TB PCIe 69,90€ • GTA Trilogy Definitive 59,99€ • Alternate-Deals (u. a. Apacer 960GB SATA 82,90€) [Werbung]
    •  /