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Creators Program: Nintendo gibt seine Spiele für Streamer frei

Bei Let's Playern und anderen Streamern sind Spiele von Nintendo unbeliebt – aber das dürfte sich ändern: Das Unternehmen beendet sein Creators Program, Videos und Übertragungen werden nun wie bei anderen Publishern behandelt.
/ Peter Steinlechner
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Artwork aus Super Mario Odyssey (Bild: Nintendo)
Artwork aus Super Mario Odyssey Bild: Nintendo

Jahrelang hat Nintendo bei der Erstellung von Streamern etwa für Twitch und Youtube auf der Einhaltung eines restriktiven Creators Program bestanden. Nun wird diese Gängelung eingestellt, so dass die Kreativen die üblichen kommentierenden Videos mit Gameplay, Liveübertragungen oder Lösungshilfen nun ohne ungewöhnliche Einschränkungen erstellen können.

Auf seiner Webseite stellt Nintendo die neuen Richtlinien(öffnet im neuen Fenster) vor. Werden "Aufnahmen und/oder Screenshots aus Spielen, deren Urheberrechte bei Nintendo liegen, verwendet, erheben wir keinen Einspruch gegen diese Verwendung", schreibt das Unternehmen. Es gelten ein paar branchenübliche Einschränkungen und Regeln: So sind einfach nur abgefilmte Szenen ohne zusätzlichen Kommentar oder sonstige Eigenleistung des Streamers nicht gestattet. Außerdem dürfen nur Szenen aus offiziell veröffentlichten Games oder aus Werbematerialien genutzt werden.

Super Mario Odyssey – Test
Super Mario Odyssey – Test (02:20)

Nintendo erlaubt nun auch die Monetarisierung der Inhalte über die etablierten Programme etwa auf Twitch, Youtube, Twitter und Facebook. Vor allem jedoch sind keine Abgaben mehr an Nintendo zu entrichten. In diesem Bereich hatte das Creators Program besonders strikte Vorgaben gemacht, weil die Vermarktung nur zusammen mit dem Konzern erlaubt war, der je nach Kanal und Geschäftsmodell zwischen 30 und 40 Prozent Beteiligung wollte.

In den vergangenen Monaten war das zwar bei kleineren Kanälen immer seltener kontrolliert worden. Trotzdem haben sich viele Streamer lieber auf Spiele von Herstellern konzentriert, bei denen kein so großes Risiko einer Sperre bestand. Für Nintendo hatte das den großen Nachteil, dass weniger Hype um die Spiele entstanden ist, was sich in niedrigeren Verkaufszahlen gezeigt haben dürfte.

Das Unternehmen hatte Ende Oktober 2018 überraschend schlechte Geschäftszahlen veröffentlicht. Vor allem der Absatz der Hybridkonsole Switch lag unter den Erwartungen von Analysten.


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