Abo
  • Services:

Crayfis: Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

Das Smartphone im Dienste der Wissenschaft: Forscher haben ein wissenschaftliches Crowdsourcing-Projekt ähnlich wie Seti@home gegründet. Ziel ist es, mit Hilfe der Mobilgeräte Daten über kosmische Strahlen zu sammeln.

Artikel veröffentlicht am ,
Smartphone (Symbolbild): CMOS-Chip als Teilchendetektor
Smartphone (Symbolbild): CMOS-Chip als Teilchendetektor (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Vor 20 Jahren baten Forscher des Projekts Search for Extraterrestrial Intelligence (Seti) Nutzer um Rechenzeit, um Signale aus dem Weltraum nach Tönen von Außerirdischen zu durchsuchen. In einem neuen Crowdsourcing-Projekt sollen Freiwillige nun ihr Smartphone einsetzen, um hochenergetische Partikel aus dem Weltall aufzuspüren.

Stellenmarkt
  1. Universität Konstanz, Konstanz
  2. Kardex Software GmbH, Rülzheim Raum Karlsruhe

Ultrahochenergetische Strahlung aus dem All (Ultra-High-Energy Cosmic Ray, UHECR) gehört zu den Rätseln der Wissenschaft. Sie geht von Supernovae und schwarzen Löchern aus. Ihre Teilchen interagieren, wenn sie in die Erdatmosphäre eintreten, mit Luftpartikeln und bilden dann Kaskaden von Sekundärpartikeln mit geringerer Energie, sogenannte Extended Atmospheric Shower (EAS).

Lieber viele kleine Detektoren als ein großer

Ein Team unter der Leitung von Andrei Ustyuzhanin von der Higher School of Economics in Moskau will diese mithilfe von Smartphones untersuchen. Die Idee der Forscher ist, nicht nur einen einzigen Detektor zu bauen, der - um genug Daten zu liefern - die Größe eines kleinen Landes haben müsste, sondern einen verteilten Detektor aus vielen Smartphones zu schaffen. Deren CMOS-Chip soll als Detektor für die geladenen Teilchen dienen.

Die Projektteilnehmer sollen dafür zunächst eine App auf ihrem Smartphone installieren. Sie lassen ihr Gerät dann nachts liegen, mit der Kamera nach unten, damit kein Licht darauf fällt. Die App zeichnet die Nacht über 5 bis 15 Bilder pro Sekunde auf. Trifft ein Teilchen auf den Kamerachip, aktiviert es die Pixel.

Eine neurales Netz analysiert Bilder

Die Forscher schätzen, dass höchstens auf einem von 500 Bildern Teilchenspuren zu finden sind. Die Spuren sind allerdings so schwach, dass sie sich nur schwer von Interferenzen und Zufallsrauschen unterscheiden lassen. Ein Convolutional Neural Network, das die Forscher entwickelten und das auf dem Smartphone läuft, analysiert den Videostream auf relevante Daten und überträgt diese auf den Server des Projekts.

Ustyuzhanin und seine Kollegen stellten das Projekt Crayfis auf der 22nd International Conference on Computing in High Energy and Nuclear Physics vor. Interessenten können sich auf der Website registrieren. Die Forscher hoffen, dass es Astrophysikern mit den gesammelten Daten gelingt, Erkenntnisse über die Eigenschaften und die Herkunft der UHECR zu gewinnen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 6,99€
  2. 11,19€ inkl. USK18-Versand
  3. 0,00€
  4. 0,00€

Apfelbrot 20. Jan 2018

Nein tut es nicht, bitte mal ein wenig über Akku und Ladetechnik informieren. Tipp: Dein...

longthinker 19. Jan 2018

Du hast selbst anders zitiert als du jetzt interpretierst: nicht "die Nacht" wird...

Helga_fischer 19. Jan 2018

nur Android, IOS 7, 8, 9 ? IOS 10 und 11 nicht mehr geeignet? Hat bestimmt was mit der...

Sicaine 19. Jan 2018

Das ist doch bloedsinn?! Stattdessen sollte crowdsourcing auf deren Seite verlinken.


Folgen Sie uns
       


Two Point Hospital - Golem.de live

Dr. Dr. Golem meldet sich zum Dienst und muss im Livestream unfassbar viele depressive Clowns heilen, nein - nicht die im Chat.

Two Point Hospital - Golem.de live Video aufrufen
FritzOS 7 im Test: Im Zeichen von Mesh, Gastzugang und einfacher Bedienbarkeit
FritzOS 7 im Test
Im Zeichen von Mesh, Gastzugang und einfacher Bedienbarkeit

FritzOS 7 bringt viele Neuerungen, die eine Fritzbox zu einem noch vielfältigerem Gerät machen. Uns gefallen besonders der sehr einfach einrichtbare WLAN-Gastzugang und die automatisch erstellte Netzwerktopologie. Die noch immer nicht sehr ausgereifte NAS-Funktion ist aber erwähnenswert.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Fritzbox 7530 AVM zeigt Einsteiger-Fritzbox und Repeater mit FritzOS 7
  2. AVM Fritzapp WLAN Diagnose-App scannt WLANs jetzt auch auf iOS
  3. AVM FritzOS 7 bringt besseres Mesh, Gäste-Hotspot und mehr

Sky Ticket mit TV Stick im Test: Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser
Sky Ticket mit TV Stick im Test
Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser

Gute Inhalte, aber grauenhafte Bedienung: So war Sky Ticket bisher. Die neue Version macht vieles besser, und mit dem Sky Ticket Stick lässt sich der Pay-TV-Sender kostengünstig auf den Fernseher bringen. Besser geht es aber immer noch.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Comcast Bezahlsender Sky für 38,8 Milliarden US-Dollar verkauft
  2. Sky Q im Test Konkurrenzlos rückständig
  3. Videostreaming Wiederholte Sky-Ausfälle verärgern Kunden

Fifa 19 und PES 2019 im Test: Knapper Punktsieg für EA Sports
Fifa 19 und PES 2019 im Test
Knapper Punktsieg für EA Sports

Es ist eher eine Glaubens- als eine echte Qualitätsfrage: Fifa 19 oder PES 2019? Golem.de zieht anhand der Versionen für Playstation 4 den Vergleich - und kommt zu einem schwierigen, aber eindeutigen Urteil.
Ein Test von Olaf Bleich und Benedikt Plass-Fleßenkämper

  1. Fifa 19 angespielt Präzisionsschüsse, Zweikämpfe und mehr Taktik
  2. EA Sports Fifa 18 bekommt kostenloses WM-Update
  3. Bestseller Fifa 18 schlägt Call of Duty in Europa

    •  /