Cray XC40 Hazel Hen: Stuttgart hat den schnellsten Supercomputer Deutschlands
Das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) hat gemeinsam mit dem Serverhersteller Cray den bisher schnellsten Supercomputer Deutschlands eingeweiht. Die Hazel Hen genannte Konstruktion aus Cray-XC40-Systemen dürfte je nach Sichtweise in den Top 10 oder gar Top 3 der weltweit flottesten Supercomputer landen, für die Spitze mangelt es ihm an Beschleunigerkarten. Ebenfalls neu ist der Mistral des Deutschen Klimarechenzentrums (DKRZ) in Hamburg, der ungefähr die halbe Leistung des Hazel Hen erreicht.
Der Stuttgarter Supercomputer besteht aus 41 Cray-Systeme, die zusammen 7.712 Nodes mit jeweils zwei 12-Kern-Prozessoren bilden. Dabei handelt es sich um Haswell-EP, genauer Xeon E5-2680 v3 . Die erreichen laut dem HLRS eine Spitzengeschwindigkeit von 7,42 Petaflops – der bisher flotteste deutsche Supercomputer, der Ju-Queen in Jülich, bringt es auf 5 Petaflops. Im internationalen Vergleich dürfte der Hazel Hen auf dem siebten Platz landen, vor dem Shaheen II an der King Abdullah University in Thuwal, Mekka. Das hängt aber von der real gelieferten Linpack-Benchmark-Leistung ab.
Im Deutschen Klimarechenzentrum in Hamburg wurde der Supercomputer Mistral in Betrieb genommen, der wenig überraschend für die Klimasimulation eingesetzt wird. Die Geschwindigkeit des aktualisierten Systems steigt von 1,4 auf 3,2 Petaflops. Der Name des Supercomputers ist zugleich die Bezeichnung für einen in Frankreich häufigen Wind, gebaut wurde der Mistral von der zur französischen Atos-Gruppe gehörenden Firma Bull. Der Mistral Phase 1 basiert auf 1.500 Nodes mit jeweils zwei Xeon E5-2680 v3.
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