Cray: Rechenleistung von Supercomputern in der Cloud mieten

Der Supercomputerhersteller Cray will seine Geräte als Supercomputer as a Service an Kunden vermieten. Das teilt das Unternehmen auf seiner Webseite(öffnet im neuen Fenster) mit. Möglich wird das Angebot durch eine Kooperation mit dem Cloud-Anbieter Markley, der Cray-Supercomputer in seiner Infrastruktur hostet.

Über den Dienst werden genaugenommen Urika-GX-Systeme vermietet, die auf Big-Data-Aufgaben ausgerichtet sind. Diese Systeme sollen beispielsweise Apache-Spark- und Hadoop-Datenbanken durchsuchen und analysieren können. Denkbare Einsatzgebiete sind KI-Anwendungen, Bilderkennung und die Berechnung wissenschaftlicher Modelle. Der Fokus des Angebots soll vorerst auf der Anwendung in Biowissenschaften liegen.
Cray-CEO Peter Ungaro begründete dies in einem auf dem Unternehmensblog veröffentlichten Interview(öffnet im neuen Fenster) . "Wir beginnen mit Biowissenschaften, weil Markley einen guten Ruf innerhalb der Biowissenschafts-Community hat" , sagte er. Außerdem seien die Urika-GX-Computer für diesen Zweck gut geeignet.
Kosten bei der Administration sparen
Der Vorteil von Supercomputing as a Service soll sein, dass Rechenleistung von Hochleistungscomputern in der Cloud verwendet werden kann, ohne einen eigenen Cluster vor Ort betreiben zu müssen. Das spare Geld und Zeit. Voraussetzung ist, dass der Kunde gerade für komplexe SQL-Anfragen genug Bandbreite zur Verfügung hat.
Viele andere Anbieter bieten ähnliche Dienste bereits an. Diese werden meist als HPC in the Cloud bezeichnet. Per Ethernet oder Infiniband werden etwa x86-Systeme zu einem Verbund zusammengeschlossen, die gemeinsam an einer Aufgabenstellung arbeiten können. Crays Angebot sei jedoch für Kunden geeignet, die wesentlich mehr Leistung benötigen.
Das Angebot kann ab Juni 2017 bei einem Markley-Verkäufer eingeholt werden. Cray betont, dass sich Computer auch für kurze Zeiträume von mindestens einer Woche mieten lassen.



