Abo
  • Services:

Crash-Toleranz: MIT arbeitet an mathematisch bewiesenem Dateisystem

Die Forscher des MIT haben ein Dateisystem entwickelt, das besonders robust sein soll. Ein Absturz soll, mathematisch bewiesen, in keinem Fall zu einem Datenverlust führen können. Für den Einsatz in performanten Systemen eignet es sich allerdings noch nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Das MIT arbeitet an einem mathematisch verifizierten Dateisystem für Speichermedien.
Das MIT arbeitet an einem mathematisch verifizierten Dateisystem für Speichermedien. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) will in Kürze ein Crash-tolerantes Dateisystem vorstellen, das einen besonderen Fokus auf die Datensicherheit hat. Die Forscher gehen sogar so weit, dass der Nutzer niemals Daten verlieren wird. Das bezieht sich aber auf normale Operationen und nicht etwa auf Festplattencrashes.

Stellenmarkt
  1. Garz & Fricke GmbH, Hamburg
  2. Weischer.Solutions GmbH, Hamburg

Damit ein Datenträger keine Daten verliert, mussten die Entwickler unterschiedliche Zeitpunkte eines Absturzes absichern. Laut den MIT-Entwicklern ist die Aufgabe so schwierig, dass selbst jahrelang getestete Dateisysteme immer noch in bestimmten, seltenen Situationen Fehler zeigen, die einen Datenverlust zur Folge haben. Es ist eine Frage des Timings, ob just in dem Moment ein Bit verloren geht.

Beweisführung und Implementierung in Coq

Das MIT will mit einem anderen Ansatz die Entwicklung eines Dateisystems vereinfachen. Die Mathematik soll helfen. Laut dem MIT ist das neue Dateisystem und dessen Crash-Toleranz mathematisch bewiesen. Das würde die aufwendige Fehlersuche und das Erzeugen etlicher Crash-Situationen ersparen. Das MIT spricht von vorher definierten akzeptablen Betriebsgrenzen, in denen der normale Betrieb stattfindet und in dem die Operationen formal verifiziert werden. Helfen soll zudem, dass das Dateisystem in derselben Sprache implementiert wird, in der auch die Beweisführung stattfindet: Coq.

Die Forschungsarbeit soll im Oktober 2015 im Detail vorgestellt werden. Für den Einsatz ist das System nicht geeignet, da es nach heutigen Standards langsam arbeitet, wie die Forscher zugeben. Der Beschreibung nach bietet es aber die Ansätze, um in Zukunft die formale Korrektheit eines Dateisystems schneller zu beweisen und gleichzeitig die Grenzen des Systems zu definieren. Das MIT hofft also, die Grundlagenarbeit für zukünftige Dateisysteme geschaffen zu haben.

Dateisysteme gehören zu den sehr kritischen Teilen der Softwareinfrastruktur eines Computersystems. Hierin liegt auch der Grund, warum viele Jahre für die Entwicklung gebraucht werden, bis ein Dateisystem als stabil eingestuft wird. Wegen der Komplexität entscheiden sich viele Betriebssystemhersteller oder auch Hersteller von Speicherlösungen gegen den Wechsel eines Dateisystems.



Anzeige
Hardware-Angebote

Bitschnipser 27. Aug 2015

Oder du machst es dir einfach und verlässt dich darauf, dass die Leute sagen, dass Coq...

Bitschnipser 27. Aug 2015

Sowas wie Coq ist viel leichter zu validieren als ein Dateisystem. Validieren bedeutet ja...

teenriot* 25. Aug 2015

Relaiv zu "Ich bin Patriot, ich will Schland-Nachrichten, alles Scheiße hier" ist fast...

476f6c656d 25. Aug 2015

Es muss hardwareunabhängig sein. Ich schätze sie haben es formal bewiesen.

Charlotte77 25. Aug 2015

Mag sein, dass man vielleicht die verlustfreie oder korrekte Datenverarbeitung durch ein...


Folgen Sie uns
       


Windows 10 on Snapdragon - Test

Wir schauen uns Windows 10 on ARM auf zwei Snapdragon-Notebooks an.

Windows 10 on Snapdragon - Test Video aufrufen
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  2. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Zweiter Weltkrieg mit Sprengkraft

Garmin Fenix 5 Plus im Test: Mit Musik ins unbekannte Land
Garmin Fenix 5 Plus im Test
Mit Musik ins unbekannte Land

Kopfhörer ins Ohr und ab zum Joggen, Rad fahren oder zum nächsten Supermarkt spazieren - ohne Smartphone: Mit der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin geht das. Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Garmin im Hands on Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

Bargeldloses Zahlen: Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt
Bargeldloses Zahlen
Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt

Während Google Pay jüngst hierzulande gestartet ist, lässt Apple Pay auf sich warten. Kein Wunder: Der deutsche Markt ist schwierig - und die Banken sind in einer guten Verhandlungsposition.
Eine Analyse von Andreas Maisch

  1. Bargeldloses Zahlen Apple und Goldman Sachs planen Apple-Kreditkarte

    •  /