Crash-Sensor: Künftige iPhones erkennen Notfälle und Gewalt

Die Patentanmeldung von Apple beschreibt ein Smartphone, das mit eingebauten Sensoren automatisch erkennt, wenn der Besitzer Angriffen ausgesetzt ist, körperliche Gewalt erfährt oder in einen Unfall verwickelt ist. Auch gesundheitliche Probleme sollen erkannt werden.
Das iPhone wertet dabei die Daten aus und bestimmt, ob der Smartphone-Besitzer in ernsthaften Schwierigkeiten ist, wenn er beispielsweise hingefallen ist und sich längere Zeit nicht mehr bewegt. Selbst laute Geräusche, herausgerissene Kopfhörer oder andere Ereignisse, die in Kombination bedeuten könnten, dass dem Besitzer etwas zugestoßen ist, sollen zur Analyse herangezogen werden.
Das Smartphone zeigt an, wenn es die Rettungskräfte verständigen will, SMS an vordefinierte Empfänger schicken oder vorgefertigte Anrufe tätigen soll. Die automatische Alarmierungsfunktion kann durch Eingabe eines Codes natürlich auch gestoppt werden, schreibt Apple in seinem Patentantrag.
Eine Tote-Mann-Schaltung soll es ermöglichen, die Alarmierung der Rettungskräfte auch dann auszulösen, wenn zum Beispiel nicht mehr regelmäßig ein Knopfdruck ausgeführt wird. Dazu ließe sich ein Laustärkeregler verwenden. Solche Schaltungen sind sinnvoll, wenn Menschen alleine leben oder in gefährlichen Gegenden unterwegs sind.
Ob Apple dieses Notfallsystem jemals in ein Smartphone einbaut, ist nicht bekannt. Ein Patent oder gar eine Patentanmeldung sind keine Belege dafür, dass die Erfindungen auch in die Realität umgesetzt werden. Apple hatte den Patentantrag 20140066000(öffnet im neuen Fenster) schon im September 2012 eingereicht. Er wurde erst jetzt veröffentlicht.



