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Cradlepoint: Ericsson gibt 1,1 Milliarden Dollar für Routerhersteller aus

Ericsson hat wieder Geld für eine größere Übernahme im Enterprise-Sektor. Diesmal geht es mit Cradlepoint um 5G-Router, IoT und M2M.

Artikel veröffentlicht am ,
Ericsson-Chef Borje Ekholm
Ericsson-Chef Borje Ekholm (Bild: Ericsson)

Ericsson will den in den USA ansässigen Hersteller von 4G-/5G-Multifunktions-Routern Cradlepoint für 1,1 Milliarden US-Dollar übernehmen. Das gab das schwedische Unternehmen am 18. September 2020 bekannt. Cradlepoint aus Boise im US-Bundestaat Idaho wurde 2006 gegründet und hat rund 650 Beschäftigte.

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Cradlepoint richtet sich an Enterprise-Kunden und bietet auch robuste M2M- und IoT-Gateways sowie alle Netcloud-Angebote samt Management und Vernetzung. Das Unternehmen betreibt ein Forschungs- und Entwicklungszentrum im kalifornischen Silicon Valley.

Cradlepoint: Marke soll bestehen bleiben

Cradlepoint wird eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Ericsson und soll weiterhin unter der bestehenden Marke operieren. Das US-Unternehmen erzielte im Jahr 2019 einen Umsatz von rund 135 Millionen US-Dollar und eine Bruttomarge von 61 Prozent. Die Beschäftigten von Cradlepoint bleiben laut Ericsson am Hauptsitz in Boise und werden in die Ericsson Business Area Technologies & New Businesses eingegliedert. Die Transaktion wird voraussichtlich vor Ende des vierten Quartals 2020 abgeschlossen.

Im Februar 2019 kündigte Ericsson den Kauf des Kerngeschäfts mit passiven Mobilfunkantennen des deutschen Herstellers Kathrein für eine ungenannte Summe an. Die Sparte beschäftigte 4.000 Menschen und erwirtschaftet einen Großteil des Umsatzes. Kathrein ist ein Hersteller von Antennen und Satellitentechnik aus dem bayerischen Rosenheim und arbeitet bereits mit den Mobilfunkausrüstern Ericsson, Nokia und Huawei zusammen. Die Akquisition umfasst Forschung und Entwicklung sowie Produktion und Vertrieb an mehr als 20 Standorten, darunter in Deutschland, Rumänien, den USA, Mexiko und China.

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