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Cracker: Teurer iranischer Angriff auf US-Marine-Computer

Ein Angriff iranischer Cracker auf ein Computersystem der US-Marine ist gravierender gewesen als angenommen: Die Angreifer konnten deutlich mehr, als die USA ihnen zugetraut hatten. Der Schaden geht in die Millionen.

Artikel veröffentlicht am ,
Vizeadmiral Michael Rogers: Zugang zu den Computern noch bis November 2013
Vizeadmiral Michael Rogers: Zugang zu den Computern noch bis November 2013 (Bild: Reuters/US Navy)

Ein Angriff iranischer Cracker auf Computersysteme der US-Marine im vergangenen Jahr ist deutlich schwerwiegender gewesen, als zunächst erkennbar war. Es habe Monate gedauert, den Schaden zu beheben, berichtet das Wall Street Journal (WSJ). Der finanzielle Schaden ist hoch.

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Im September 2013 war entdeckt worden, dass Cracker in das Navy Marine Corps Intranet eingedrungen waren. Das ist ein nicht geheimes Netz, das die US-Marine unter anderem für das Hosting ihrer Websites sowie für Video- und Audiokommunikation nutzt. Außerdem werden dort Daten, die nicht als vertraulich eingestuft sind, gespeichert.

Auftrag oder Billigung der Regierung

Als Drahtzieher wurde eine Gruppe im Iran ausgemacht, die entweder im Regierungsauftrag oder zumindest mit deren Wissen und Billigung gehandelt hat. Nach Angaben der Marine war es den Iraner nicht gelungen, in geheime Netze einzudringen.

Die Sicherheitslücken seien schnell geschlossen, die Eindringlinge schnell vertrieben gewesen, hieß es zunächst. Doch das habe sich als Irrtum erwiesen: Die Angreifer seien in den "Blutkreislauf" der Systeme der US-Marine und des Marine Corps eingedrungen, haben offizielle Stellen inzwischen zugegeben. Noch bis November hätten die Iraner Zugang zu den Computern gehabt.

Iranische Überraschung

Militär und Geheimdienste waren überrascht vom Können der Iraner. Sie waren der Ansicht gewesen, dass das Land Cyberattacken durchführen wolle. Die nötigen Fertigkeiten dazu hatten sie den Iranern jedoch nicht zugetraut.

Durch den Angriff seien viele Sicherheitslücken aufgedeckt worden, schreibt das WSJ - in den Computersystemen der Marine ebenso wie in denen des US-Verteidigungsministeriums. "Das war eine große Sache", sagte ein hochrangiger US-Beamter der Zeitung. Der Einbruch habe erhebliche Schwächen im System offenbart. Die Arbeiten, um die Computersysteme abzusichern, dauern noch an.

Millionenschaden

Auch finanziell hat der Angriff erheblichen Schaden angerichtet: Rund zehn Millionen US-Dollar hätten die Aufräumarbeiten bisher gekostet, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums. Anderen Quellen der Zeitung zufolge sollen die Kosten jedoch noch deutlich höher ausfallen: Es seien Anschaffungen und Aktualisierungen der Systeme notwendig, die die Kosten in den Bereich von mehreren hundert Millionen US-Dollar treiben könnten.

Einige US-Parlamentarier sind beunruhigt darüber, dass es so lange gedauert hat, den Schaden zu beheben. Es wird deshalb erwartet, dass sich Michael Rogers bei der Anhörung vor dem Senat, die ihn in seinem neuen Amt bestätigen soll, einige Fragen der Abgeordneten dazu anhören muss. Vizeadmiral Michael Rogers ist designierter Chef des technischen Geheimdienstes National Security Agency (NSA) und war zu der Zeit oberster Cyberkrieger der US-Marine.

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Anonymer Nutzer 24. Feb 2014

wie damals, als man auf den Trümmern in Manhatten die Pässe gefunden hat. Demnächst mehr...

Pwnie2012 22. Feb 2014

http://de.wikipedia.org/wiki/Cracker_(Computersicherheit)

ffx2010 21. Feb 2014

:)

Ben Stan 20. Feb 2014

Denke ich auch. Sollte irgend ein "Islamist" den Anschlag verübt haben (was ich nicht...

User_x 20. Feb 2014

also updates und veraltete technik wird nicht mehr abgeschrieben, sondern als...


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