Abo
  • IT-Karriere:

Cracker: Erfolgreiche Angriffe auf mehrere Millionen DSL-Modems

Kriminellen ist es laut Kaspersky Labs seit 2011 mehrfach gelungen, nahezu unbemerkt unterschiedliche DSL-Modem-Router in Brasilien anzugreifen. Dank einer Schwachstelle in der Firmware konnten neue Einstellungen vorgenommen und das Passwort neu gesetzt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
4,5 Millionen brasilianische Internetnutzer wurden angegriffen.
4,5 Millionen brasilianische Internetnutzer wurden angegriffen. (Bild: Lars P./CC-by-2.0)

In Brasilien ist es Angreifern gelungen, weit verbreitete Router mit DSL-Modems anzugreifen. Kaspersky Labs berichtet von weitgehend unbemerkten Angriffen auf Router wie etwa den CT-5367 mit einer gefährlichen Sicherheitslücke.

Inhalt:
  1. Cracker: Erfolgreiche Angriffe auf mehrere Millionen DSL-Modems
  2. Gefälschte Facebook-Webseiten mit Java-Exploits

Der Angriff war selbst Entwicklern von Sicherheitssoftware ein Rätsel. So berichtete Trend Micro bereits im Mai 2012 von einem großflächigen Angriff, konnte aber einen Teil dieses Angriffs, nämlich die massenhaften Umleitungen, nicht nachvollziehen.

Tatsächlich kam auch keine Schadsoftware zum Einsatz, wie sie etwa bei Angriffen auf Rechner bekannt sind. Stattdessen arbeitete ein Skript daran, das Administrator-Passwort des Routers zu extrahieren und zu benutzen, anschließend die DNS-Einstellungen zu manipulieren und schließlich ein neues Passwort zu setzen. Laut Kaspersky kamen Passwörter wie "dn5ch4ng3" und "ch4ng3dn5" zum Einsatz. Die Routersoftware konnte sich gegen den Angriff nicht wehren und der Nutzer hatte wenige Hinweise auf den erfolgreichen Angriff. Wann die Angriffe genau begannen, ist Kaspersky nicht bekannt. Es soll aber irgendwann im Jahr 2011 losgegangen sein.

Angriffe auf sechs Modems und 4,5 Millionen Nutzer

Insgesamt wurden sechs Modems unterschiedlicher Hersteller angegriffen, so dass es sich zugleich um einen Angriff auf alle großen Internetanbieter des Landes handelt. Die Modems haben eine gemeinsame Komponente: einen Broadcom-Chipsatz. Der Fehler steckt aber in der Software der Router, die mit dem Chipsatz arbeitet. Die manipulierten Router schickten ihre DNS-Anfragen an 40 unterschiedliche, nur für den Angriff eingerichtete DNS-Server.

Gefälschte Facebook-Webseiten mit Java-Exploits 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote

BilboNeuling 04. Okt 2012

Warum ist denn ein öffentlicher DNS besser als...ja als was, ja wie funktioniert das denn...

tunnelblick 03. Okt 2012

wie? was? davon war doch nie die rede in dem artikel, oder? es machen aber ja nicht...

Max-M 02. Okt 2012

Nur problematisch wenn dir die Fritze abgeraucht ist und du die Datei nicht aufm PC hast :D

ethel 02. Okt 2012

es werden nicht nur noch /24 vergeben, sondern nur noch max /24. Du kannst auch hingehen...

Groundhog Day 02. Okt 2012

Ich dachte tatsächlich erst, es geht um reine DSL-_Modems_ und fragte mich, wie das...


Folgen Sie uns
       


Geforce RTX 2070 Super und Geforce RTX 2060 Super - Test

Die Geforce RTX 2070 Super und die Geforce RTX 2060 Super sind Nvidias neue Grafikkarten für 530 Euro sowie 420 Euro. Beide haben 8 GByte Videospeicher und unterstützen Raytracing in Spielen.

Geforce RTX 2070 Super und Geforce RTX 2060 Super - Test Video aufrufen
Smarte Wecker im Test: Unter den Blinden ist der Einäugige König
Smarte Wecker im Test
Unter den Blinden ist der Einäugige König

Einen guten smarten Wecker zu bauen, ist offenbar gar nicht so einfach. Bei Amazons Echo Show 5 und Lenovos Smart Clock fehlen uns viele Basisfunktionen. Dafür ist einer der beiden ein besonders preisgünstiges und leistungsfähiges smartes Display.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Nest Hub im Test Google vermasselt es 1A

Harmony OS: Die große Luftnummer von Huawei
Harmony OS
Die große Luftnummer von Huawei

Mit viel Medienaufmerksamkeit und großen Versprechungen hat Huawei sein eigenes Betriebssystem Harmony OS vorgestellt. Bei einer näheren Betrachtung bleibt von dem großen Wurf allerdings kaum etwas übrig.
Ein IMHO von Sebastian Grüner


    Hyundai Kona Elektro: Der Ausdauerläufer
    Hyundai Kona Elektro
    Der Ausdauerläufer

    Der Hyundai Kona Elektro begeistert mit Energieeffizienz, Genauigkeit bei der Reichweitenberechnung und umfangreicher technischer Ausstattung. Nur in Sachen Emotionalität und Temperament könnte er etwas nachlegen.
    Ein Praxistest von Dirk Kunde

    1. Carver Elektro-Kabinenroller als Dreirad mit Neigetechnik
    2. Elektroauto Neuer Chevrolet Bolt fährt 34 km weiter
    3. Elektroauto Porsches Elektroauto Taycan im 24-Stunden-Dauertest

      •  /