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CPUs: Qualcomm verkauft seine Server-Sparte nicht

Künftig wird das ARM-Server-Geschäft in die CDMA-Gruppe für Snapdragons integriert und soll stark auf Cloud-Anbieter ausgerichtet werden. Qualcomm betont die Zusammenarbeit mit chinesischen Anbietern.

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Qualcomms Centriq 2400
Qualcomms Centriq 2400 (Bild: The Next Platform)

Qualcomm hält an seinen ARM-Server-Chips fest: "Wir suchen nicht nach strategischen Optionen. Wir verkaufen auch nicht. Wir konzentrieren uns stattdessen auf die Sparte", sagte Qualcomms Präsident Cristiano Amon zur Nachrichtenagentur Reuters. Er ist zugleich Chef der CDMA Technologies, der Abteilung, welche die Snapdragon-Modems und -SoC für Notebooks sowie Smartphones entwickelt.

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In Zukunft werden die als Centriq 2400 vermarkteten Server-Chips mit ARM-Kernen zur CDMA-Gruppe zählen. In diesem Zuge soll es um Umstrukturierungen geben - die hatte CEO Steve Mollenkopf bereits vor Monaten angekündigt. Unter der Leitung von Cristiano Amon sollen die Centriq-Chips vor allem an Cloud-Anbieter verkauft werden, da diese eine eigene Software für die ARM-Prozessoren schreiben würden.

Als Partner nannte Amon ausschließlich chinesische Partner wie Alibaba, Baidu und Tencent. Hintergrund ist das Huaxintong genannte Joint Venture mit der chinesischen Provinz Guizhou. Allerdings setzen auch US-amerikanische Anbieter auf ARM-Chips, unter anderem hat Cloudflare mit den Centriq erste Performance-Messungen angestellt.

Die Server-Einheit hatte Qualcomm vor sechs Jahren gegründet und 2015 einen ersten Prototypen mit 24 Kernen gezeigt. Zugriff darauf hatten nur enge Partner, die Chips wurden nie regulär verkauft. Im Dezember 2016 kündigte Qualcomm die Centriq 2400 alias Amberwing an: Die CPUs nutzen 48 Kerne mit Falkor-Technik basierend auf der ARM-v8-Architektur und werden im 10LPE-Verfahren bei Samsung gefertigt. Die nächste Generation befindet sich in Entwicklung, der Codename kursiert bereits.

Neben Qualcomm und Huaxintong arbeiten weitere Unternehmen an ARM-Server-Chips: Von Cavium kommen die ThunderX2 mit Vulcan-Design, bis zu 32 Kernen und acht Speicherkanälen. Von Ampere Computing stammt der Ampere A1, einst als X-Gene 3 von Applied Micro bekannt. Der Hersteller wurde von Macom übernommen und später an The Carlyle Group verkauft. CEO von Ampere Computing ist Renée James, die frühere Serverchefin von Intel.



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