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CPUs & GPUs: Neue Intel-GPUs 2026, Diamond Rapids Xeons erst 2027

Ein Leak offenbart Details zu Intels CPU- und GPU-Roadmap. Aufgrund der CPU-Knappheit soll Intel auch zuvor aussortierte Dies verkaufen können.
/ Johannes Hiltscher
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Ein Silizium-Wafer mit Panther-Lake-Dies (Bild: Johannes Hiltscher/Golem.de)
Ein Silizium-Wafer mit Panther-Lake-Dies Bild: Johannes Hiltscher/Golem.de

Der Leaker Jaykihn hat auf X(öffnet im neuen Fenster) Neuigkeiten zu Intels CPU- und GPU-Roadmap geteilt. So soll Clearwater Forest, die mit Intel 18A gefertigten E-Core-Xeons, noch im ersten Halbjahr 2026 verfügbar sein. Die P-Core-Variante Diamond Rapids soll hingegen erst Mitte 2027, rund ein Jahr später, erscheinen. Hier sollen zudem lediglich die großen Modelle mit 16 Speicher-Controllern angeboten werden.

Dafür hält Intel wohl weiter an Modellen mit bis zu 512 Panther-Cove-X-Kernen fest. Sie sollen ein bis zwei Quartale später erscheinen als die Varianten mit maximal 256 Kernen. Wer kleinere Xeons mit acht Speicher-Controllern einsetzen möchte, muss wohl bis 2028 warten – dann soll mit Coral Rapids bereits die nächste Generation erscheinen. Die könnte sogar noch vorgezogen werden, wie Intel bei der Präsentation der letzten Quartalszahlen andeutete.

Dass Intel auf kleinere Xeon verzichtet, könnte an Kapazitätsproblemen liegen. Die großen Modelle sind insbesondere für Hyperscaler interessant. Bereits im ersten Quartal 2026 profitierte das Unternehmen aufgrund des KI-Booms von einer gestiegenen Nachfrage nach CPUs für Rechenzentren.

Durch den werden nicht nur mehr Server installiert. Die zunehmende Bedeutung agentischer KI-Systeme führt zudem zum Einsatz von weniger GPUs pro CPU. Lag das Verhältnis zuvor bei bis zu acht GPUs pro CPU, sollen es aktuell nur noch vier sein – Tendenz fallend.

Zuvor unverkäufliche CPU-Dies finden Abnehmer

Intel hatte bereits zuvor mitgeteilt, dass die Nachfrage die Fertigungskapazitäten übersteige. Die Lage scheint so angespannt zu sein, dass sich aktuell sogar Kunden für Silizium-Dies finden, die früher aussortiert worden wären. Die sind zwar nicht defekt, erreichen aber eine niedrigere Leistung und hätten früher mit großem Preisabschlag verkauft werden müssen.

Das erfuhr der Analyst Ben Bajarin von Intel, wie er auf X schreibt(öffnet im neuen Fenster). Dass auch Silizium verkauft werden konnte, das vor wenigen Monaten noch entsorgt worden wäre, ist neben Preissteigerungen ein Grund für Intels unerwartet gute Geschäftszahlen im ersten Quartal 2026. Sorgen bereitet Intel aber weiter die Ausbeute (Yield) des Fertigungsprozesses Intel 18A, auf die Intel-CFO David Zinsner nach Fragen von Analysten nicht näher eingehen wollte.

Keine neue Gaming-GPU 2026

Mit Crescent Island stehen für 2026 neue GPUs auf Intels Roadmap. Die werden allerdings dem Leaker Jaykihn zufolge, wie zuvor der Vollausbau von Battlemage, nur als Workstation-Variante erscheinen. Desktop-GPUs mit Xe3P-Kernen sollen nicht geplant sein – hier soll Intel erst mit Xe4 alias Druid frühestens Mitte 2028 neue Produkte planen.

Mit Jaguar Shores steht für 2027 hingegen wieder eine Datacenter-GPU auf dem Plan, nachdem die Entwicklung von Falcon Shores 2023 eingestellt wurde. Falcon Shores sollte die Gaudi-KI-Beschleuniger und die HPC-GPU-Reihe vereinheitlichen. Vom Plan, in Jaguar Shores x86-Kerne zu integrieren, soll sich Intel aber verabschiedet haben.

Anders als AMD und Nvidia wird Intel zudem vorerst weiter nur die GPUs anbieten. Eine Rack-Scale-Lösung wie Nvidias Oberon oder AMDs Helios soll es erst mit dem für Ende 2028 geplanten Nachfolger von Jaguar Shores geben.


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