• IT-Karriere:
  • Services:

CPU-Timer: Zwei Jahre alter Bug in Chrome reduziert Akkulaufzeit

Seit der Version 22 hat der Google-Browser Chrome unter Windows ein Problem, das nun von Google auch als Bug anerkannt wird: Das Programm weckt den Prozessor sehr oft auf, um schneller zu laufen. Das kann für kürzere Laufzeiten von Notebooks sorgen.

Artikel veröffentlicht am ,
Webstore-Pflicht für Chrome-Erweiterungen verärgert Nutzer.
Webstore-Pflicht für Chrome-Erweiterungen verärgert Nutzer. (Bild: Google)

Chrome unter Windows gilt als schnell - und nun ist auch bekannt, warum das so ist. Der Browser weckt von sich aus den Prozessor viel häufiger auf, als das in Windows vorgesehen ist. Dies geht aus mehreren Berichten hervor, inzwischen hat Google dieses Verhalten seines Programms als Bug anerkannt. Zuerst berichtete Forbes über den folgenden Effekt: Sobald Chrome gestartet ist, wird systemweit ein Timer von Windows verstellt.

Stellenmarkt
  1. HEGLA GmbH & Co. KG, Beverungen
  2. Tapetenfabrik Gebr. Rasch GmbH & Co. KG, Bramsche

Diese "system clock tick rate" ist standardmäßig auf 15,625 Millisekunden eingestellt. In diesen festen Intervallen wird der Prozessor aufgeweckt. Chrome stellt diesen Wert aber auf eine Millisekunde ein, die CPU wird also statt 64-mal pro Sekunde 1.000-mal aktiviert. Da es sich um eine generelle Einstellung für das gesamte Betriebssystem und die Anwendungen handelt, hilft es auch nicht, Chrome zu minimieren, der Timer bleibt bis zum Schließen des Browsers auf den hohen Wert gesetzt. Überprüfen kann man das mit dem Kommandozeilenprogramm Clockres von Microsoft.

Dass es sich nicht um einen Programmierfehler, sondern um ein gewünschtes Verhalten von Chrome handelt, geht ausdrücklich aus einem Blogeintrag vom Juni 2010 hervor. Chrome-Entwickler Mike Belshe, der auch einer der Erfinder von SPDY ist, beschreibt dort ausführlich, dass der Browser die Timer-Einstellung ändert. Bei Rechnern im Akkubetrieb war das den damaligen Angaben zufolge aber nicht vorgesehen, inzwischen scheint Chrome aber auch unter diesen Bedingungen die Timerauflösung zu verstellen.

Google bezeichnet Funktion als Bug

Bekannt ist das eigentlich schon seit September 2012, denn da gab es einen ersten Bugreport in der Chromium-Mailingliste. Aktuell war dabei die Version 22 von Chrome, mindestens seit zwei Jahren verhält sich der Browser also wie beschrieben. Auch die Release Notes des aktuellen Chrome 36 weisen nicht darauf hin, dass sich an dieser Funktion etwas geändert hat. Dennoch sieht Google dieses Verhalten nun offenbar als Problem an, denn ein Sprecher bezeichnete es in einer Mail an The Register als "Bug, an dem bereits gearbeitet wird". Für die Entwicklerversionen von Chrome gibt es auch bereits einen Patch.

In der Beschreibung dieses Updates erklären die Entwickler klar, dass sich das Verändern des Timers auf die Akkulaufzeit auswirken kann. Die Umsetzung der Funktion sei aber "buggy" gewesen: Statt den Timer immer auf 1.000 Millisekunden zu setzen, sollte das nur für "kurze" Tasks erfolgen. Wenn aber auf eine solche Aufgabe unmittelbar keine weitere folgte, blieb der Timer auf dem hohen Wert. Der Patch soll das beheben. Wann die reparierte Funktion in die stabilen Versionen von Chrome eingebaut wird, ist noch nicht abzusehen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 18,69€
  2. gratis
  3. (-20%) 47,99€ (Release April 2021)

berndelaleman 22. Jul 2014

Interessant, danke!

Dreami 21. Jul 2014

Es ist doch ganz einfach. Mit 15.625ms 1000ms/15.625ms = 64 Ticks in einer Sekunde Mit...

Dreami 21. Jul 2014

Bei dir sinds auch mehrere Prozesse, dein Taskmanager zeigt nur die Childprozesse...

AlexanderSchäfer 21. Jul 2014

Auch die "Zurück-Wischen Geste" finde ich bei Safari natürlicher.

tolc 21. Jul 2014

Nein, im Artikel wurde Chrome mit dem Internet Explorer verglichen. Zitat: IE: 7,6 Std...


Folgen Sie uns
       


Drohnenflug am Strand mit Google Earth Studio - Tutorial

Wir zeigen im kurzen Tutorial, wie man in Earth Studio eine einfache Animation erstellt.

Drohnenflug am Strand mit Google Earth Studio - Tutorial Video aufrufen
Serien & Filme: Star Wars - worauf wir uns freuen können
Serien & Filme
Star Wars - worauf wir uns freuen können

Lange sah es so aus, als liege die Zukunft von Star Wars überwiegend im Kino. Seit dem Debüt von Disney+ und dem teils schlechten Abschneiden der neuen Filme hat sich das geändert.
Von Peter Osteried

  1. Star Wars Disney und Lego legen Star Wars Holiday Special neu auf
  2. Star Wars Squadrons im Test Die helle und dunkle Seite der Macht
  3. Disney+ Erster Staffel-2-Trailer von The Mandalorian ist da

IT-Jobs: Die schwierige Suche nach dem richtigen Arbeitgeber
IT-Jobs
Die schwierige Suche nach dem richtigen Arbeitgeber

Nur jeder zweite Arbeitnehmer ist mit seinem Arbeitgeber zufrieden. Das ist fatal, weil Unzufriedenheit krank macht. Deshalb sollte die Suche nach dem passenden Job nicht nur dem Zufall überlassen werden.
Von Peter Ilg

  1. Digitalisierung in Firmen Warum IT-Teams oft übergangen werden
  2. Jobs Unternehmen können offene IT-Stellen immer schwerer besetzen
  3. Gerichtsurteile Wann fristlose Kündigungen für IT-Mitarbeiter rechtens sind

Star Trek Discovery: Harte Landung im 32. Jahrhundert
Star Trek Discovery
Harte Landung im 32. Jahrhundert

Die dritte Staffel von Star Trek: Discovery nutzt das offene Ende der Vorgängerstaffel. Sie verspricht Spannung - etwas weniger Pathos dürfte es aber sein.
Eine Rezension von Tobias Költzsch

  1. Star Trek Prodigy Captain Janeway spielt in Star-Trek-Cartoonserie mit
  2. Paramount Zukunft für Star-Trek-Filme ist ungewiss
  3. Streaming Star Trek Discovery kommt am 15. Oktober zurück

    •  /