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CPU-Sicherheitslücken: Meltdown-Updates von Intel kommen "innerhalb einer Woche"

In seiner Keynote auf der CES versprach Intel-Chef Krzanich erneut, Intel-CPUs schnell gegen Meltdown und Spectre zu patchen. Krzanich betonte die Zusammenarbeit innerhalb der Industrie - wohl auch, um von Intels eigenen Fehlern abzulenken.

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Intels CEO Brian Krzanich auf der CES 2018
Intels CEO Brian Krzanich auf der CES 2018 (Bild: Ethan Miller/Getty Images)

Intels CEO Brian Krzanich hat in seiner Keynote auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas bekräftigt, dass alle Intel-Chips der vergangenen fünf Jahre Updates gegen Meltdown und Spectre "innerhalb einer Woche" bekommen sollen. Die restlichen betroffenen Chips sollen demnach bis Ende Januar einen Microcode-Fix bekommen. Krzanich betonte außerdem die enge Kooperation innerhalb der Industrie, denn zumindest Spectre betrifft auch CPUs anderer Hersteller.

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Welche Auswirkungen diese Updates auf die Performance der CPUs haben sollen, ist demnach noch unklar. Krzanich sagte: "Wir glauben, dass der Einfluss auf die Leistung sehr von der jeweiligen Auslastung abhängen wird", wobei "einige bestimmte Aufgaben größere Auswirkungen erfahren werden als andere." Man arbeite mit den Partnern in der Industrie zusammen, um die negativen Auswirkungen so weit wie möglich einzudämmen.

"Die Zusammenarbeit zwischen so vielen Unternehmen, um auf diese industrieweiten Vorfälle über verschiedene Prozessor-Architekturen hinweg zu reagieren, sind wirklich bemerkenswert", sagte Krzanich. "Sicherheit ist der Job Nummer eins für Intel und für unsere Industrie. Also ist der primäre Fokus unserer Entscheidungen und Diskussionen, wie wir die Daten unserer Kunden am besten schützen können."

Tatsächlich sind die Diskussionen um die sogenannte Speculative Execution und Kernel Adress Space Layout Randomization nicht ganz neu. Bereits auf der Sicherheitskonferenz Black Hat im Jahr 2016 gab es einen Vortrag, der wichtige Aspekte der aktuellen Veröffentlichungen aufgreift. Auch Intel dürfte von dem Vortrag wissen.

Erste Cloud-Anwender berichten von großen Performance-Verlusten

Der Spielehersteller Epic Games hatte nach dem Einspielen des Patches bei von dem Unternehmen genutzten Cloud-Diensten mitgeteilt, dass die Auslastung der CPUs deutlich - zum Teil bis zu 30 Prozent - angestiegen sei. Ähnlich drastische Auswirkungen sind bei durchschnittlichen Privatanwendern allerdings eher unwahrscheinlich, hier dürfte sich der Leistungsverlust eher bei wenigen Prozent bewegen. Spannend wird allerdings sein, ob Cloud-Anbieter die Kosten für die höhere Auslastung an Kunden weitergeben oder nicht.

Krzanich teilte erneut mit, dass Intel bislang keine Indikatoren dafür hat, dass die Schwachstellen auch tatsächlich ausgenutzt werden. "Bislang haben wir keine Informationen vorliegen, dass diese Exploits genutzt wurden, um Kundendaten abzugreifen", sagte er. Neben Intel selbst patchen auch Hersteller von Betriebssystemen oder Browsern, um ein Ausnutzen der Sicherheitslücken zu verhindern.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Intel gravierende Schwächen in der eigenen umstrittenen Management-Engine eingestehen müssen. Über Jahre hinweg wurde dafür eine angepasste Version von Minix verwendet, die jedoch offensichtlich nie auf Sicherheitslücken hin getestet wurde. Die Software enthielt gleich mehrere Buffer Overflows, außerdem können Angreifer auch eine deaktivierte Intel ME angreifen, wenn sie Zugang zu einem Rechner haben.

Intel hatte zunächst versucht, die Auswirkungen der Sicherheitslücken herunterzuspielen. Krzanich war außerdem in die Kritik geraten, weil er im vergangenen November große Teile seines Intel-Aktienpaketes verkauft hatte, nachdem er schon über die Sicherheitslücke Bescheid wusste. Nach Angaben von Intel war der Verkauf schon länger geplant, Kritiker sprechen trotzdem von Insider-Handel. In seiner Keynote hatte Krzanich außerdem ein autonomes Auto von Intel angekündigt und einen Testflug mit dem Volocopter vorgenommen.



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