CPU: Russland verliert ARM-Lizenzen

Sanktionen sorgen dafür, dass große russische CPU-Entwickler ihre ARM-Designs künftig nicht mehr legal produzieren können.

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Die Baikal-Chips auf ARM-Grundlage dürfen künftig wohl nicht mehr gefertigt werden.
Die Baikal-Chips auf ARM-Grundlage dürfen künftig wohl nicht mehr gefertigt werden. (Bild: Baikal Electronics)

Die britische Regierung hat wegen des Ukrainekriegs in der vergangenen Woche weitere Sanktionen gegen russischen IT-Unternehmen verhängt. Auf der offiziellen Sanktionsliste (PDF) finden sich nun auch die CPU-Hersteller Baikal Electronics und das Moskauer Zentrum für Sparc-Technologie (MCST).

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So darf der Hersteller ARM, mit Hauptsitz im Vereinigten Königreich, nun keine neuen Architekturlizenzen oder CPU-Designs mehr an die sanktionierten russischen Unternehmen verkaufen. Ähnliche Sanktionen greifen bereits auch seit Monaten für die US-Niederlassungen von ARM.

Wie die russische Tageszeitung Kommersant berichtet, umfassen die Sanktionen aber nicht den Widerruf bereits vergebener Design- oder Produktionslizenzen. So könnten zumindest lizenzrechtlich die aktuell geplanten Baikal-S1 in einem 16-nm-Verfahren weiter gefertigt werden. Für nachfolgende Chips hat Baikal demnach jedoch nur eine Design-, keine Produktionslizenz.

Produktion neuer Chips gefährdet

Auf den Baikal-S1 soll eigentlich 2025 der Baikal-S2 folgen, welcher eine Neoverse-N2-Implementierung mit ARMv9-Kernen darstellt. Gefertigt werden könnte dieser dann aber nur, wenn sich Unternehmen finden sollten, die die Sanktionen und fehlenden Lizenzen missachten.

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Dass weltweit tätigte Auftragsfertiger wie TSMC oder Globalfoundries dies jedoch umsetzen, erscheint völlig unwahrscheinlich. Immerhin hat etwa TSMC bereits Lieferungen nach Russland ausgesetzt. Damit ist auch jetzt schon die Produktion der russischen Designs wohl nicht mehr sinnvoll möglich.

Für russische CPU-Designer bleibt damit mittelfristig nur die Möglichkeit, auf frei verfügbare Technik zu setzen. Dazu gehört etwa der CPU-Befehlssatz RISC-V, auf den in Russland ebenfalls gesetzt werden soll. Außerdem setzt das MCST für die Elbrus-CPU-Serie auf eine VLIW-Architektur mit eigenem Befehlssatz. Doch auch letztere sind bisher bei TSMC gefertigt worden.

Bereits Mitte April dieses Jahres gab es Medienberichte, wonach Russland plant, eine eigene Chipfertigung aufzubauen. Doch schnell konkurrenzfähig dürfte diese nicht sein. So soll bis Ende 2022 eine eigene 90-nm-Produktion in Betrieb gehen, bis 2030 sollen 28 nm erreicht werden.

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Eheran 11. Mai 2022

Das sind natürlich große Probleme. Die Toten, das unendliche Leid, die unzähligen...

Sharra 11. Mai 2022

Auch bei dir ist die Wahrnehmung der Geschichte massiv verzerrt. Ja klar war Hitler ein...

WinnieW 10. Mai 2022

Bitte was schreibst du hier? Open Hardware? RISC-V ist nicht daselbe wie Open-Hardware...



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