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CPU-Entwickler: Mips wird verkauft, Patente gehen an ARM-Holding

Der US-amerikanische Chipentwickler Mips wird in mehreren Teilen verkauft. Das Unternehmen selbst geht an Imagination, der größte Teil der Patente an die Holding, zu der auch ARM gehört. Doch nicht nur dem britischen Unternehmen könnte das nutzen.

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Playstation Portable E-1000 mit Mips-CPU
Playstation Portable E-1000 mit Mips-CPU (Bild: Sony Computer Entertainment)

Wie Mips und auch ARM mitteilen, wird das seit 1984 existierende Unternehmen Mips aufgeteilt und verkauft. Die Firma selbst, die zuletzt nur noch rund 150 Mitarbeiter gehabt haben soll, wird für 60 Millionen US-Dollar an das britische Unternehmen Imagination Technologies verkauft. Imagination ist vor allem für seine Grafikkerne der Serie PowerVR bekannt, die in vielen ARM-SoCs und Intels Atom stecken.

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Der wertvollste Teil von Mips, die Technologie, wird in Form von 498 Patenten vom Investmentkonsortium Bridge Crossing LLC für 350 Millionen US-Dollar übernommen. 82 weitere Patente behält Mips selbst; die verkauften werden im Zuge der Transaktion kostenlos lizenziert.

Mips-Patente in gleicher Holding wie ARM, IBM und Intel

Bridge Crossing wiederum gehört zum Allied Security Trust, und hier kommt dann ARM ins Spiel. Der Chipentwickler, dessen Produkte die Mehrzahl der aktuellen Tablets und Smartphones antreiben, ist ebenfalls ein Tochterunternehmen des Trusts. Zu dem Gremium gehören auch andere Hardwareentwickler wie IBM, Intel und Motorola. Das Konsortium, das von seinen Mitgliedern finanziert wird, kauft Patente und lizenziert sie dann sehr günstig oder kostenlos für seine Mitglieder.

Insbesondere ARM erhält durch den Deal daher günstigen Zugriff auf die in fast 30 Jahren entwickelten Technologien von Mips. Während das Unternehmen in den 1990er Jahren noch große und leistungsfähige RISC-Prozessoren hergestellt hatte - zeitweise gehörte Mips auch SGI -, spezialisierte sich die Firma in den vergangenen Jahren, wie auch ARM, auf besonders energieeffiziente Chips.

So sind unter anderem in der PSP von Sony Prozessoren auf Basis des Designs R4000 von Mips verbaut, und in vielen Geräten der Unterhaltungselektronik kommen Mips-Bausteine zum Einsatz. Auch Android bis Version 4.1 wurde von Mips bereits auf die eigenen Prozessoren portiert. ARM wies auch darauf hin, dass durch die Übernahme Patentstreitigkeiten vermieden werden sollten, da sich die Interessen von ARM und Mips so weit überschnitten. Die Transaktionen sollen im ersten Quartal des Jahres 2013 abgeschlossen werden.



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DooMRunneR 07. Nov 2012

Der Artikel ist irreführend. Allied Security Trust ist eine Paten-Holding, nicht mehr und...

DooMRunneR 07. Nov 2012

Nein, gehören sie nicht. Es ist auch kompletter Blödsinn das ARM Limited eine Tocher des...

Endwickler 07. Nov 2012

eine Liste mit den Mitgliedern des AST? Selbst auf ihrer HP (http://www...


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