CPU: Chipdesigner Arm will nach Börsengang Autogeschäft ausbauen
Zwar ist der Börsengang von ARM erst für 2023 vorgesehen, der Firmenchef hat aber jetzt schon Pläne für die Zeit danach.
Der Chipdesigner ARM will mit dem Erlös aus seinem geplanten Börsengang unter anderem das Geschäft mit der Autobranche ausbauen. Auch wolle er ARM stärker machen bei Chips für Rechenzentren und Technik zur Anzeige virtueller Welten, sagte Firmenchef Rene Haas der Financial Times vom Dienstag. Er zeigte sich überzeugt, dass ARM trotz der aktuellen Talfahrt bei Tech-Aktien erfolgreich an die Börse gehen und auf eigenen Beinen stehen könne. "Das Timing ist gut für uns."
Mit dem Börsengang einhergehen soll demnach auch ein massiver Wachstumskurs und eine Job-Offensive. Der Börsengang wird für kommendes Jahr angepeilt, nachdem die Übernahme der britischen Firma durch den GPU-Hersteller Nvidia an Wettbewerbsbedenken scheiterte. Der bisherige Eigentümer, der japanische Technologiekonzern Softbank, strebe eine Aktienplatzierung in London und New York an, schrieb die Financial Times.
Ein zentrales Hindernis für den Börsengang - der Streit mit dem Chef des Gemeinschaftsunternehmens von ARM in China - sei ausgeräumt worden, sagte Haas. Zuvor hatte sich der eigentlich vom Vorstand abgewählte CEO Allen Wu geweigert, zurückzutreten. ARM China unter Allen Wu blockierte die Weitergabe der Geschäftszahlen, ohne diese aber kann ARM nicht an die Börse. Anfang Mai meldete das Unternehmen jedoch, dass Wu seinen Posten tatsächlich verloren habe.
Qualcomm-CEO Cristiano Amon äußerte sich zu dem geplanten Börsengang von ARM mit der Idee, dass sich Lizenznehmer oder Partner zusammentun, um ARM mindestens anteilig von Softbank abzukaufen. Neben Qualcomm gehören dazu unter anderem Ampere, Apple, AWS, Huawei, Marvell, Mediatek, Microchip, Micron, Nvidia, NXP, Phison, Rockchip, Samsung, SK Hynix, Texas Instruments, Toshiba und Western Digital. Ob und welche dieser Unternehmen Interesse an einem solchen Vorgehen haben, ist nicht bekannt. Softbank-Chef Masayoshi Son hatte zuletzt durchblicken lassen, dass er auch nach der Aktienplatzierung eine Mehrheit an ARM behalten wolle. Softbank hatte ARM 2016 für 32 Milliarden Dollar gekauft.
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