CPU-Befehlssatz: Amazon portiert FreeRTOS auf RISC-V
Auf CPUs mit dem freien Befehlssatz RISC-V läuft künftig ein weiteres Betriebssystem: FreeRTOS. Das gibt der Hauptsponsor des Projekts, Amazon, in seinem AWS-Blog bekannt(öffnet im neuen Fenster). FreeRTOS ist besonders beliebt für den Einsatz auf Microcontrollern, die schlicht kleine und vergleichsweise einfache Prozessoren sind. Amazon hat vor wenigen Jahren den damaligen Hauptsponsor mit dem Chefentwickler und Erfinder von FreeRTOS übernommmen. Seitdem bietet das Unternehmen auch ein eigenes FreeRTOS-Derivat mit eigenen Zusatzbibliotheken für den IoT-Gebrauch(öffnet im neuen Fenster) an.
Die noch recht junge und freie CPU-Architektur RISC-V ist für die Verwendung auf Microcontrollern schon relativ weit fortgeschritten. So hat etwa der Festplattenhersteller Western Digital einen eigenen Microcontroller auf Basis von RISC-V entwickelt und will diesen künftig auf sämtlichen seiner Festplatten einsetzen. Ähnliches gilt auch für Samsung, Nvidia und weitere Unternehmen, die den freien Befehlssatz unterstützen und entsprechende CPUs in ihre Hardware integrieren wollen.
Die Portierung des FreeRTOS-Kernel unterstützt künftig die beiden Profile RV32I und RV64I der RISC-V-Spezifikation und damit theoretisch jeden konformen Microcontroller. Dank der generellen Unterstützung sollte sich FreeRTOS außerdem leicht auf plattformspezifische Implementierungen des RISC-V-Befehlssatzes übertragen lassen.
Derzeit unterstützt werden konkret das OpenISA Vegaboard, das Hifive-Board von Sifive sowie der Renode-Emulator von Antmicro für das Microchip M2GL025 Creative Board. Weitere Details zu den einzelnen Platinen sowie zu generellen Verwendung von FreeRTOS auf RISC-V(öffnet im neuen Fenster) liefert die Projektwebseite.
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