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CPU-Architektur: Startup will mit "Mill" Prozessorarchitektur revolutionieren

Seit Monaten hält Ivan Godard im Silicon Valley Vorträge zu einer angeblich revolutionären CPU-Architektur, die irgendwo zwischen VLIW, GPU und RISC angesiedelt ist. Nun gibt es eine erste Vorführung als Simulation und wohl auch erste Investoren.

Artikel veröffentlicht am ,
In vier Versionen soll es Mill-CPUs geben.
In vier Versionen soll es Mill-CPUs geben. (Bild: Mill Computing Inc.)

Die Gegend südlich von San Francisco bis zur tatsächlich größeren Stadt San Jose ist als das Silicon Valley und Ursprung der modernen Computerwelt bekannt. Da zahllose Hard- und Softwareentwickler dort nicht nur arbeiten, sondern auch leben, gibt es viele kleine Organisationen, Anwendergruppen und Vereine, die sich immer wieder zu Konferenzen und Vorträgen treffen. Durch diese Szene tingelt seit knapp einem Jahr Ivan Godard mit insgesamt neun bisher bekannten Vorträgen, die er auf Youtube dokumentiert hat.

Inhalt:
  1. CPU-Architektur: Startup will mit "Mill" Prozessorarchitektur revolutionieren
  2. Register mit variabler Größe

Darin stellt er eine nach Einschätzung unter anderem von EEtimes "revolutionäre neue CPU" vor, die es aber bisher nur als Simulation gibt. Mit solchen Verfahren wird ein neues Chipdesign auch bei den Branchengrößen wie AMD, ARM, IBM Intel und Nvidia per Software auf einem herkömmlichen Rechner emuliert.

  • Der Belt: FIFO oder doch Schieberegister? (Folien: Mill Inc.)
  • Aus dem Mill-Kern sollen sich  verschiedene CPUs per Software ableiten lassen.
  • Mill ist offenbar der Core, aus dem unterschiedliche CPUs werden sollen.
  • Die Architektur ist vom Befehlssatz entkoppelt.
  • Beim Belt erwähnt Mill ausdrücklich EPIC, Intels Itanium-Architektur.
Die Architektur ist vom Befehlssatz entkoppelt.

In seinem jüngsten Vortrag erklärt Godard, der bisher in der CPU-Szene kaum in Erscheinung trat, unter anderem, wie ein neuer, auf Maschinenebene ausgeführter Befehl schnell per Software definiert werden kann. Das soll einer der größten Vorteile des "Mill" genannten Designs sein: Die Architektur selbst ist per Software einfach an die Anforderungen der Programme anpassbar.

Das erinnert ein wenig an das gescheiterte Projekt von Transmeta, das mit einer sehr einfachen CPU und einer darum gelegten Emulationsschicht beliebige Prozessorarchitekturen nachbilden konnte. Auch die Crusoe-CPU von Transmeta, die immerhin in einigen Notebooks Verwendung fand, war per Software konfigurierbar.

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Dass Mill ähnlich ausgelegt ist, erwähnt Ivan Godard in einem seiner Vorträge, in dem er auch auf seine bisherigen Erfahrungen eingeht. Demnach war der Entwickler bei Philips an den Trimedia-Chips tätig, die mit einer VLIW-Architektur - wie sie AMD bis einschließlich der Serie Radeon HD 6000 verwendete - eine Mischung aus DSP und Allzweckprozessor darstellen sollte. Dieses Konzept scheiterte laut Godard an Management-Entscheidungen, die Idee dahinter sei aber "zu gut gewesen", um sie ganz zu beerdigen.

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wasdeeh 04. Jun 2014

Wir reden natürlich von für beide Plattformen hinreichend optimierten Code, was denn sonst?

tibrob 31. Mai 2014

Man kann nie genug Power haben! Ja und? Nur weil du es nicht brauchst, braucht es kein...

ichbinsmalwieder 28. Mai 2014

Hat der Mann eine Ahnung, wie komplex und vor allem teuer eine Fertigung in...

Anonymer Nutzer 27. Mai 2014

Wer schreibt, dass GPUs nicht genutzt werden? Der Threadstarter schreibt von CPUs und von...

Anonymer Nutzer 27. Mai 2014

Vorsicht, Firmenwert != Vermögen. Also ob die wirklich bereits 2 Mio. erhalten habe ist...


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