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In vier Versionen soll es Mill-CPUs geben.
In vier Versionen soll es Mill-CPUs geben. (Bild: Mill Computing Inc.)

Register mit variabler Größe

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Mill soll sich von anderen aktuellen Architekturen wie ARM, Power oder x86 außer durch die Konfigurierbarkeit vor allem durch das Weglassen fester Register unterscheiden. Sie sind bei allen herkömmlichen Designs eine der Einheiten mit dem größten Energiebedarf, und sie werden durch 64-Bit-Code und bisher bis zu 256 Bit breiten Datentypen bei AVX immer problematischer. Mit Intels GPU-ähnlichem Beschleuniger Knights Landing sollen sogar 512 Bit mit 32 Registern erreicht werden.

Bei Mill werden die festen Register durch einen Mechanismus namens "Belt" ersetzt. Dieser Antriebsriemen - Godard bleibt bei seinen Vorträgen immer in der Metapher einer Mühle - kann aus Sicht des Codes verschieden lang sein, was wiederum per Software festgelegt wird. Er ähnelt damit entfernt einem Schieberegister, auch wenn Godard das zumindest für die Eingangsstufen verneint. Je nach Art der zu verarbeitenden Daten kann der Belt zur Laufzeit angepasst werden, was sehr energieeffizient sein soll.

  • Der Belt: FIFO oder doch Schieberegister? (Folien: Mill Inc.)
  • Aus dem Mill-Kern sollen sich  verschiedene CPUs per Software ableiten lassen.
  • Mill ist offenbar der Core, aus dem unterschiedliche CPUs werden sollen.
  • Die Architektur ist vom Befehlssatz entkoppelt.
  • Beim Belt erwähnt Mill ausdrücklich EPIC, Intels Itanium-Architektur.
Der Belt: FIFO oder doch Schieberegister? (Folien: Mill Inc.)

Das alles erfordert einen hohen Programmieraufwand, vor allem aufseiten der Compiler - hier hat Godard laut eigener Darstellung viel Erfahrung. Dem Compiler die Hauptarbeit für eine vergleichsweise einfache, aber sehr schnelle CPU zu überlassen, ist auch kein grundlegend neuer Ansatz: Intels Itanium setzt darauf und ist wohl auch deswegen wenig erfolgreich, weil er zu x86 nur durch sehr langsame Emulation kompatibel ist.

Auf einen Einsatzbereich will sich Godard nicht genau festlegen, im Interview mit Hackaday spricht er jedoch immer wieder von Supercomputern. Das liegt nahe, denn bei diesen Systemen hat mit speziell angepasster Software - und ohne ein komplexes Multitasking-Betriebssystem - der Programmierer volle Kontrolle über die Hardware. Für sehr kleine Mikrocontroller, etwa in Haushaltsgeräten, wo ARM stark vertreten ist, hält der Entwickler Mill für kaum geeignet.

Im gleichen Gespräch sagte Godard auch, dass seine vor kurzem eingetragene Firma Mill Computing Inc. am liebsten ein Chiphersteller mit eigener Fertigung sein würde. Aber auch einen reiner IP-Entwickler, so wie ARM es ist, hält er für denkbar. Dazu müssen aber erst einmal lauffähige Chips gebaut werden.

Dafür gibt es nun aber immerhin ein wenig Kapital. War die Firma hinter Mill bisher als "Out of the box computing" bekannt, so ist dasselbe Projekt nun in eine eingetragene Gesellschaft, eine Incorporated, umgewandelt worden. Laut einer Pflichtmitteilung für die US-Finanzaufsicht SEC ist der Wert der "Mill Computing Inc." mit 2 Millionen US-Dollar angegeben, davon hat das Unternehmen Ende April 2014 Anteile in Höhe von 100.000 US-Dollar verkauft. Noch hat sich aber kein namhafter Anleger zu einer Investition in das Projekt bekannt.

 CPU-Architektur: Startup will mit "Mill" Prozessorarchitektur revolutionieren

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wasdeeh 04. Jun 2014

Wir reden natürlich von für beide Plattformen hinreichend optimierten Code, was denn sonst?

tibrob 31. Mai 2014

Man kann nie genug Power haben! Ja und? Nur weil du es nicht brauchst, braucht es kein...

ichbinsmalwieder 28. Mai 2014

Hat der Mann eine Ahnung, wie komplex und vor allem teuer eine Fertigung in...

Anonymer Nutzer 27. Mai 2014

Wer schreibt, dass GPUs nicht genutzt werden? Der Threadstarter schreibt von CPUs und von...

Anonymer Nutzer 27. Mai 2014

Vorsicht, Firmenwert != Vermögen. Also ob die wirklich bereits 2 Mio. erhalten habe ist...



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