Abo
  • Services:

CPU-Architektur: RISC-V-Portierung in den Linux-Kernel aufgenommen

Der Linux-Kernel läuft künftig auch offiziell auf einer neuen CPU-Architektur: dem freien Design RISC-V. Die Patches dafür hat Chefentwickler Linus Torvalds in seinen Zweig eingepflegt. Der Port kann damit wie geplant im kommenden Frühjahr umgesetzt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Die ersten Patches für den RISC-V-Port sind in den Linux-Kernel eingepflegt worden.
Die ersten Patches für den RISC-V-Port sind in den Linux-Kernel eingepflegt worden. (Bild: Gareth Halfacree, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Anfang dieses Jahres hatte der Entwickler Arun Thomas auf der Fosdem erklärt, dass RISC-V die dominierende CPU-Architektur werden soll. Befördern soll das vor allem die freie Lizenzierung des RISC-V-Befehlssatzes. Von dem Ziel der "Standard-Architektur für alle Geräte" sind die Mitwirkenden an RISC-V zwar noch sehr weit entfernt, die erste große Hürde dafür ist nun aber genommen: Die Patches für den RISC-V-Port sind in den Linux-Kernel eingepflegt worden.

Stellenmarkt
  1. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  2. SCHUFA Holding AG, Wiesbaden

Erstmals eingereicht hatte die Patches der zuständige Entwickler Palmer Dabbelt im Mai dieses Jahres. Die von Linux-Erfinder und -Chefentwickler Linus Torvalds nun in den Hauptentwicklungszweig des Linux-Kernels aufgenommenen Änderungen sind die neunte Revision der Patches. Dabbelt bezeichnet die Arbeiten aber dennoch weiterhin eher als "Work in Progress", da noch einige Patches von externen Entwicklern fehlen und die RISC-V-Serie auch noch nicht an andere aktuelle Änderungen im Kernel angepasst worden ist.

Unterstützt und verbessert worden sind die Arbeiten an RISC-V unter anderem von Arnd Bergmann, der für das Linaro-Konsortium die Pflege der ARM-SOCs im Linux-Kernel mitbetreut. Die RISC-V-Architektur ist eine klare Konkurrenz zu ARM und dessen Lizenzmodell. Das zeigt sich zum Beispiel deutlich an kommerziell verfügbaren RISC-V-Chips. Diese sind zwar noch nicht besonders weit verbreitet, aber der erst kürzlich vorgestellte 64-Bit-Quadcore von Sifive wird etwa klar gegen den ARM Cortex A35 positioniert. Darüber hinaus arbeitet beispielsweise auch Samsung an eigenen Microcontrollern auf Basis von RISC-V, um auf ARM-Chips verzichten zu können.

Die neue CPU-Architektur RISC-V wird bisher von den GNU Binutils und GCC voll unterstützt. Der Code für den Linux-Kernel wird mit den nun aufgenommenen Änderungen mit Linux 4.15 Mitte Januar 2018 stabil erscheinen, die Unterstützung für RISC-V in der Glibc erscheint Anfang Februar mit Version 2.27. Linux-Distributionen können dann weitgehend mit Upstream-Komponenten ihre Systeme bauen und sind nicht mehr direkt auf extern gepflegte Codezweige angewiesen. Bisher bemühen sich etwa Debian oder auch Fedora um einen derartigen Port.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Outlander, House of Cards)
  2. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)

throgh 04. Jan 2018

Erkenne den Fehler: Auch "muss flott laufen" ist eine Ideologie und zwar eine vollkommen...


Folgen Sie uns
       


No Man's Sky Next - Golem.de Live

Kommet und sehet, wie ein Weltraumbummler an nur einem Abend alles verliert.

No Man's Sky Next - Golem.de Live Video aufrufen
Indiegames-Rundschau: Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm
Indiegames-Rundschau
Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm

Gas geben, den weißen Hai besiegen und endlich die eine verlorene Socke wiederfinden: Die sommerlichen Indiegames bieten für jeden etwas - besonders fürs Spielen zu zweit.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Spezial Unabhängige Riesen und Ritter für Nintendo Switch
  2. Indiegames-Rundschau Schwerelose Action statt höllischer Qualen
  3. Indiegames-Rundschau Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht

Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Navya Mainz testet autonomen Bus am Rheinufer
  2. Drive-by-wire Schaeffler kauft Lenktechnik für autonomes Fahren
  3. Autonomes Fahren Ubers Autos sind wieder im Einsatz - aber nicht autonom

Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

    •  /