CPU-Architektur: RISC-V-Patches für Linux erstmals eingereicht

Die Portierungsarbeiten für die neue freie CPU-Architektur RISC-V sind so weit fortgeschritten, dass die Patches dafür nun offiziell in den Linux-Kernel aufgenommen werden sollen.

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Das Hifive1 von Sifive ist das erste kommerzielle Board mit RISC-V-CPU.
Das Hifive1 von Sifive ist das erste kommerzielle Board mit RISC-V-CPU. (Bild: Gareth Halfacree, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Mit RISC-V entsteht seit einigen Jahren eine freie CPU-Architektur, die nach langen Anfangsarbeiten nicht mehr nur Forschungsprojekt ist, sondern auch in kommerzieller Hardware genutzt wird. Die Portierungsarbeiten von Standardwerkzeugen sind inzwischen so weit fortgeschritten, dass die Patches zur Unterstützung von RISC-V nun auch offiziell in den Linux-Kernel eingepflegt werden sollen.

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Eingereicht hat die Patches Palmer Dabbelt, der bei Sifive verschiedene Open-Source-Projekte für RISC-V betreut. Das Unternehmen bietet kommerzielle Dienstleistungen zu der Architektur an und stellt auch eigene Boards mit RISC-V-Chips her. Patches für die GNU Compiler Collection und die GNU-Binutils von Sifive sind bereits in die jeweiligen Projekte aufgenommen worden. Patches für die Glibc sollen folgen.

Laut Dabbelt sei vor allem die RISC-V-Foundation mit ihren ungefähr 60 Mitgliedern sehr an einem einheitlichen Linux-Port für die CPU-Architektur interessiert. Zu den Beteiligten in der Organisation gehören unter anderem AMD, Google, HPE, Huawei, IBM, Microsoft, Mediatek, Nvidia oder auch Qualcomm.

Breite Unterstützung für Linux-Port

Die Software für die noch vergleichsweise wenig genutzte und verfügbare RISC-V-Hardware ist wohl auch durch die Unterstützung der Unternehmen mittlerweile sehr weit fortgeschritten. So wird die Architektur in FreeBSD bereits offiziell unterstützt. Auch die Linux-Distribution Fedora läuft auf RISC-V, für die offizielle Unterstützung fehlt aber noch die Aufnahme der Patches im Linux-Kernel und der Glibc.

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Für den Linux-Kernel plant Dabbelt eine Aufnahme für die Version 4.13. Das könnte jedoch sehr knapp bemessen sein, da bis zur Phase zum Einreichen neuer Patches, dem sogenannten Merge-Window, für Linux 4.13 wohl nur noch fünf oder sechs Wochen zur Verfügung stehen. Ob dieses Zeitfenster ausreicht, um die entsprechenden Patches von den beteiligten Kernel-Hackern beurteilen zu lassen und eventuell Nachbesserungen vorzunehmen, muss sich zeigen.

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