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CPU-Architektur: Cloudflare könnte komplett auf ARM-CPUs wechseln

Der CDN-Betreiber Cloudflare testet derzeit in großem Stil ARM-Server. Der Wechsel weg von Intel-CPUs könnte dem Unternehmen sehr viel Geld einsparen, weshalb der Cloudflare-Chef Matthew Prince gar einen kompletten Wechsel hin zu ARM erwägt.

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Die Cloudflare-Mitbegründer Matthew Prince und Michelle Zatlyn.
Die Cloudflare-Mitbegründer Matthew Prince und Michelle Zatlyn. (Bild: Techcrunch, flicker.com/CC-BY 2.0)

Auf Twitter beschreibt der Mitgründer und Chef des CDN-Betreibers Cloudflare, Matthew Prince, mit einem Bild, warum das Unternehmen auf ARM-basierte Server wechseln will. Das Bild zeigt die Leistungsaufnahme einer Intel Xeon CPU bei rund 230 Watt im Vergleich zu einer ARM-CPU aus Qualcomms Centriq-Reihe bei rund 150 Watt - laut Prince bei gleicher Arbeitslast und Geschwindigkeit.

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Der prägnanten Äußerung von Prince voraus ging ein Interview von ihm mit dem Magazin Datacenter Knowledge. Dort beschreibt Prince zunächst die massiven Expansionspläne des Unternehmens für seine Rechenzentren. Ziel sei es, die eigene Hardware näher an die Nutzer zu bringen und dabei von bisher 125 Standorten bis zum Ende des Jahres auf 200 Standorte zu wachsen.

Viele Kerne bei guter Effizienz

Damit das für Cloudflare allerdings bezahlbar bleibt, plant das Unternehmen offenbar einen groß angelegten Wechsel weg von den x86-CPUs von Intel hin zu ARM-basierten Server-CPUs. Letztere sollen nicht nur im Einkauf günstiger sein als die Konkurrenz von Intel, sondern vor allem auch wegen der geringeren Leistungsaufnahme im laufenden Betrieb Kosten sparen.

"In unserer Analyse haben wir festgestellt, dass es selbst dann sinnvoll wäre, zu ARM zu wechseln, wenn Intel uns die Chips kostenlos zur Verfügung stellen würde, weil die Energieeffizienz so viel besser ist", sagte Prince dem Magazin. Er vermutet deshalb, dass das Unternehmen ab dem vierten Quartal dieses Jahres kein Geld mehr für Intel-CPUs ausgeben werde.

Für Cloudflare ergebe sich der Vorteil der ARM-Architektur hauptsächlich daraus, dass für das Unternehmen lediglich die Metriken "Kerne pro Watt und Anfrage pro Watt" von Bedeutung seien. Inwiefern diese Aussagen als allgemeingültig betrachtet werden könnten und ob auch andere Betreiber großer Rechenzentren ähnliche Schritte umsetzen werden, das bleibt abzuwarten.



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