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CPU: AMD öffnet erstmals Einblick in die Zen-6-Architektur

Ein neues Entwicklerdokument von AMD beschreibt die Performance-Zähler der kommenden Zen-6-CPUs und zeigt Änderungen an der Mikroarchitektur.
/ Peter Steinlechner
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AMD-Logo (Bild: STR/AFP via Getty Images)
AMD-Logo Bild: STR/AFP via Getty Images

AMD hat erstmals technische Details zu seinen kommenden Zen-6-Prozessoren veröffentlicht. Grundlage ist ein Entwicklerdokument mit dem Titel Performance Monitor Counters for AMD Family 1Ah Model 50h-57h Processors(öffnet im neuen Fenster) (via InstLatX64 auf X)(öffnet im neuen Fenster) .

Es beschreibt die internen Leistungs- und Diagnosezähler der Architektur und erlaubt damit Rückschlüsse darauf, wie die nächste CPU-Generation intern organisiert ist.

Aus dem Papier lässt sich ablesen, dass AMD an mehreren zentralen Stellen der Architektur ansetzt. So weist die Dokumentation auf eine breitere Dispatch-Stufe mit acht Slots hin, über die Instruktionen an die Ausführungseinheiten verteilt werden. Simultaneous Multithreading bleibt unterstützt.

Entwickler erhalten durch die Performance-Zähler detaillierte Informationen darüber, wie Threads Ressourcen belegen und an welchen Punkten es in der Pipeline zu Wartezeiten kommt. Das soll helfen, Anwendungen gezielter zu optimieren.

Ausführlich beschrieben werden außerdem die Fähigkeiten der Vektor- und der Gleitkommaeinheiten. Das Dokument führt Unterstützung für 512-Bit-Instruktionen auf, einschließlich zahlreicher Datentypen und Erweiterungen wie VNNI, sowie Befehle für Kryptografie- und Hash-Berechnungen wie AES und SHA.

Diese Kombination weist darauf hin, dass Zen 6 für daten- und rechenintensive Aufgaben vorbereitet wird, beispielsweise in Wissenschaft, Medienverarbeitung oder KI-nahen Anwendungen.

Infos sind für Entwickler gedacht

Die Veröffentlichung richtet sich an Software-Entwickler und Systemhersteller, die das Laufzeitverhalten ihrer Programme mithilfe der neuen Performance-Zähler besser verstehen und Engpässe identifizieren sollen. Langfristig dürfte das natürlich auch Gamern zugutekommen.

Gleichzeitig zeigt das Dokument, dass AMD an der Mikroarchitektur strukturelle Anpassungen vornimmt – insbesondere bei Breite und Monitoring-Fähigkeiten der Kerne.

AMD Zen 6: Noch keine Termine

Konkrete Produktnamen, Markttermine oder Benchmarks nennt AMD in dem Papier nicht. Aussagen zu einzelnen Desktop- oder Servermodellen fehlen ebenso.

Fest steht damit zunächst vor allem eines: Mit der Offenlegung der Performance-Zähler schafft AMD die technische und dokumentarische Basis für Zen 6 und gibt Entwicklern früher als üblich Einblick in das Innenleben der kommenden CPU-Generation.


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