CPU: Alibaba-Tochter portiert Android auf RISC-V

Nur eineinhalb Jahre nach der Vorstellung der RISC-V-CPU von Alibaba hat das zuständige Team Android inklusive GUI darauf portiert.

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Android läuft jetzt auch auf RISC-V.
Android läuft jetzt auch auf RISC-V. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Der zu Alibaba gehörende Halbleiterhersteller Pingtou (T-Head) hat eine Portierung des Mobilbetriebssystems Android 10 auf seine eigene RISC-V-CPU angekündigt. Den 64-bit RISC-V-Chip Xuantie 910, zu Deutsch schwarzes Eisen, hat das Unternehmen erstmals im Sommer 2019 vorgestellt. Die CPU implementiert den freien Befehlssatz RV64GCV, der für General Purpose Computing gedacht ist statt für klar abgesteckte Einsatzszenarien wie etwa Microcontroller.

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Nun zeigt T-Head also seine Portierung von Android, das auf einem eigenen Entwicklungsboard mit einem Prototypen der CPU läuft. Das konkret verwendete SoC nutzt demnach drei der Xuantie-910-Kerne, die bei 1,2 GHz takten. Die CPU unterstützt darüber hinaus auch die 128-Bit-Vektorerweiterungen von RISC-V. Hinzu kommt ein nicht näher spezifizierter GPU-Kern, der eine 3D-Beschleunigung unterstützt. Als Arbeitsspeicher dient DDR4-RAM. Gefertigt wird das SoC im 28-nm-HPC+-Verfahren von TSMC.

T-Head hat den Code für die Portierung auf Github veröffentlicht. Dort ist auch ein kurzes Video als Gif-Datei zu finden, das den Android-Port in Aktion zeigt. Dort ist vor allem zu sehen, dass die Android-Oberfläche sowie auch einige Basis-Apps genutzt werden können. Zusätzlich zu dem Code findet sich auf Github auch eine kurze Erklärung dazu, wie dieser kompiliert und im Emulator Qemu getestet werden kann.

Bereits im vergangenen Herbst haben PLTC Labs, die zur chinesischen Akademie der Wissenschaften gehören, einen Android-Port für RISC-V vorgestellt. Dieser hatte jedoch noch einige Unzulänglichkeiten. Zusätzlich zu den bereits länger existierenden Portierungen klassischer Linux-Distributionen wie etwa Debian könnte der Port von Android auf RISC-V der freien CPU-Architektur vor allem im Embedded- und IoT-Markt mittelfristig zu großer Verbreitung verhelfen. Derzeit laufen fast alle Android-Geräte mit einer ARM-CPU.

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