CPU: Alibaba legt eigene RISC-V-Kerne offen

Bei den Xuantie-Chips handelt es sich wohl um die bislang leistungsstärksten RISC-V-CPUs. Die Eigenentwicklung von Alibaba ist nun Open Source.

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Alibaba legt seine RISC-V-Designs offen.
Alibaba legt seine RISC-V-Designs offen. (Bild: Oriental Image via Reuters Connect)

Die hauseigene Hardware-Sparte des Cloud-Anbieters Alibaba, T-Head, hat ankündigt, ihre Xuantie-CPU-Kerne künftig als Open-Source-Designs bereitzustellen. Das gelte nicht nur für bereits erstellte, sondern auch für die kommenden Chips in der Serie, teilt das Unternehmen mit. Bei der Xuantie-CPU-Serie von Alibaba handelt es sich um Prozessoren, die die freie Befehlssatzarchitektur RISC-V nutzen.

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Bei den auf Github verfügbaren CPU-Designs handelt es sich konkret um folgenden Modelle: e902, e906, c906 sowie c910. Auf Grundlage des Xuantie 906 haben T-Head und der Hardware-Hersteller Allwinner bereits eine erste Bastelplatine mit RISC-V-Chip und Linux-Unterstützung vorgestellt. Darauf soll ein einziger CPU-Kern mit 1 GHz Takt laufen.

Der Xuantie 910 wiederum ist der zumindest laut Angaben von Alibaba bisher weiter leistungsstärkste RISC-V-Kern. Er schafft bis zu 2,5 GHz in der Spitze, Konkurrent Sifive hingegen sieht lediglich 1,6 GHz für den U74MC-Kern vor.

Wohl auch deshalb soll ein Kern des Xuantie 910 im Coremark pro Takt rund 40 Prozent schneller sein als ein U74-Kern oder ein SweRV-Core von Western Digital. Alibaba selbst nutzt die Kerne für eine 16-kernige CPU, bisherige Umsetzungen wie der SiFive U74MC haben vier Kerne.

Kostengünstigere Chips dank Open Source

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"Durch die Öffnung der IP-Kerne unserer hauseigenen IoT-Prozessoren sowie zugehöriger Software-Stacks und Entwicklungstools möchten wir globale Entwickler dabei unterstützen, ihre eigenen RISC-V-basierten Chips viel kostengünstiger zu bauen", sagte Jeff Zhang, President Alibaba Cloud Intelligence. "Wir hoffen, dass dieser Schritt mehr Innovation in der florierenden RISC-V-Software-Community fördern und den Menschen helfen kann, die Vorteile einer vernetzten Welt im digitalen Zeitalter zu genießen."

Zu den verfügbaren Werkzeugen zur Unterstützung der nun veröffentlichen CPU-Designs von T-Head gehören ein Android-Port, außerdem Linux-Kernel und GNU-Werkzeuge sowie auch Yocto und Buildroot als Hilfen, um einfach eine Linux-Distribution zu erstellen.

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