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CPON: Warum die Kabelnetzbranche einen neuen Glasfaserstandard schafft

Coherent Passive Optical Network ist ein von Cablelabs vorangetriebener Standard für Glasfaser-Technologie der nächsten Generation, der 100 GBit/s auf einer Wellenlänge bereitstellt.
/ Achim Sawall
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Cablelabs in Louisville im US-Bundesstaat Colorado (Bild: Cablelabs)
Cablelabs in Louisville im US-Bundesstaat Colorado Bild: Cablelabs
Inhalt
  1. CPON: Warum die Kabelnetzbranche einen neuen Glasfaserstandard schafft
  2. CPON ist noch sehr teuer

Cablelabs, die Forschungsorganisation der Kabelnetzbetreiber, bietet je nach Ausbausituation Standards für HFC/Docsis oder PON. Kabelnetzbetreiber ersetzen bestehende Koaxialkabelinfrastrukturen schrittweise durch Glasfaser bis in die Häuser, wollen aber keine zwei komplett getrennte Steuerungs- und Abrechnungssysteme betreiben. CPON löst genau diese Schnittstellenfrage. CPON ermöglicht es, ein passives optisches Netz, also PON wie XGS-PON oder 10G-PON, so zu steuern, als wäre es eine traditionelle Docsis-Kabelinfrastruktur.

CPON (Coherent Passive Optical Network)(öffnet im neuen Fenster) ist ein von Cablelabs vorangetriebener Standard für Glasfasertechnologie der nächsten Generation, der eine nutzbare Kapazität von 100 GBit/s auf einer einzigen Wellenlänge bereitstellt. Durch den Einsatz kohärenter Optik werden Reichweite, Datenkapazität und Split-Verhältnisse im Vergleich zu herkömmlichen passiven optischen Netzwerken erheblich gesteigert.

Curtis Knittle, Vice President für Wired Technologies bei Cablelabs, sagte Golem: "Die CPON-Lösung nutzt kohärente Optik sowohl im Upstream als auch im Downstream. Durch die kohärente Technologie verbessert sich das Leistungsbudget erheblich. Die Reichweite kann sich vervierfachen, oder das Split-Verhältnis kann um den Faktor 16 erhöht werden. Und natürlich gehen diese Vorteile mit einer Steigerung der Spitzenkapazität einher – in diesem Fall auf 100 GBit/s."

Was ist kohärente Optik?

Kohärente Optik, bei der Daten über Phase, Amplitude und Polarisation des Lichts statt bloßer Helligkeit übertragen werden, ist in Langstrecken- und Kernnetzen bereits etabliert und wandert nun zunehmend in die Zugangsnetze (Access Networks).

Doch die Branche sei trotz der Glasfaserbestrebungen "weit davon entfernt, die Docsis-Technologie aufzugeben", betonte Knittle. Docsis 4.0 ermögliche 9 GBit/s im Downstream und 6 GBit/s im Upstream, "das reicht völlig aus, um den Breitbandbedarf der Verbraucher zu decken. Zudem wird das Downstream-Spektrum durch einen kommenden Anhang zu den Docsis-4.0-Spezifikationen von 1,8 GHz auf 3,0 GHz erweitert, was potenziell 25 GBit/s im Downstream ermöglicht".

Viele Netzbetreiber setzten sowohl auf Docsis/HFC als auch auf PON als Breitbandlösung, und Cablelabs habe sich zum Ziel gesetzt, den Mitgliedsunternehmen die Werkzeuge bereitzustellen, die sie für ihre Dienste benötigen.


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