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CPON ist noch sehr teuer

CPON befindet sich in der Übergangsphase von den Spezifikations- und Labortests hin zu ersten Feldtests und Prototyp-Einsätzen bei großen Netzbetreibern. Cablelabs hat die Architektur sowie die Kern-Spezifikationen für die physikalische Übertragung (PMD-Layer) und die Protokollebene (TC-Layer) verabschiedet. Damit steht das Regelwerk für Chip- und Gerätehersteller fest.

Auf Branchenmessen wie der OFC(öffnet im neuen Fenster) wurden voll funktionsfähige 100-GBit/s-Prototypen im Burst-Mode (TDM-Verfahren) erfolgreich ohne optische Zwischenverstärker über reale Dämpfungsstrecken vorgeführt. Aktuell finden herstellerübergreifende Testreihen statt, um sicherzustellen, dass OLTs (Senderzentralen) und ONUs (Empfänger) verschiedener Hardwareanbieter im selben Netz miteinander funktionieren.

Während kohärente Empfänger im Backbone- und Weitverkehrsbereich seit Jahren Standard sind, sind die benötigten Laser und digitalen Signalprozessoren (DSP) bislang viel zu teuer für einzelne Endkundenanschlüsse. CPON setzt darauf, vereinfachte, kostengünstigere kohärente Komponenten als Coherent Lite zu nutzen, um die Systemkosten auf ein wirtschaftliches Niveau zu senken.

Die Cablelabs arbeiten in der UN-Normierungsstelle ITU mit. "Wir sind schon lange in der ITU-Gruppe Q2/SG15 aktiv, die PON-Technologien definiert, und ich habe kürzlich die IEEE-802.3ca-Task-Force geleitet, welche die neueste 25G/50G-PON-Technologie spezifiziert hat", sagte Knittle. Bei CPON konzentrierten die Cablelabs sich ausschließlich auf die Normierungsinstanz ITU. Man werde sich "dort weiterhin einbringen", da dort auch der Einsatz kohärenter Übertragungstechnik im Rahmen der Very-High-Speed-PON-Initiativen (VHSP) der nächsten Generation untersucht werde.


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