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Coyl: Herman Miller zeigt modularen Gaming-Tisch

Ein modularer Aufbau soll beim neuen Gaming-Tisch von Herman Miller Ordnung und flexible Nutzung zusammenbringen.
/ Przemyslaw Szymanski
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Der neue Gaming-Schreibtisch von Herman Miller hört auf den Namen Coyl. (Bild: Herman Miller)
Der neue Gaming-Schreibtisch von Herman Miller hört auf den Namen Coyl. Bild: Herman Miller

Der Bürostuhlspezialist Herman Miller baut sein Gaming-Portfolio aus und erweitert seine Produktpalette um einen weiteren Schreibtisch. Der Coyl Gaming Desk(öffnet im neuen Fenster) richtet sich laut Hersteller an Spieler, soll aber auch in Kreativstudios oder bei der Musikproduktion eingesetzt werden können. Im Vordergrund steht die Möglichkeit, den Tisch an unterschiedliche Setups anzupassen.

Herman Miller setzt dafür auf ein modulares Konzept, das vor allem Ordnung auf dem Schreibtisch schaffen soll. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Stromführung: Der US-Hersteller setzt auf ein spiralförmiges Kabel, das wie eine Feder neben dem linken Standfuß verläuft und in einer Mehrfachsteckdose mit USB-Anschlüssen endet. Darüber lassen sich etwa Rechner und Monitor mit Strom versorgen, ohne dass mehrere Kabel lose über den Boden geführt werden müssen.

Weitere Kabel lassen sich über eine optionale Wanne unter der Tischplatte führen. Eine perforierte Rückwand bietet Platz für Zubehör wie Controller- und Smartphone-Halterungen, eine Ablage, einen Pflanztopf oder Kabelclips. Auf den Herstellerbildern ist außerdem ein seitlicher Haken zu sehen, etwa für einen Rucksack.

Steuerung über Drehregler

Bedient wird der Tisch über einen Drehregler an der Vorderkante, der klassische Tasten ersetzt. Rastpunkte sollen dabei helfen, bevorzugte Positionen wiederzufinden. Der Verstellbereich liegt ohne Rückwand bei etwa 57 bis 123 Zentimeter, mit Rückwand bei rund 64 bis 130 Zentimeter.

Bei Materialien und Farben bleibt Herman Miller nah an der eigenen Büromöbel-Ästhetik. Die Tischplatte besteht aus Laminat und ist in Weiß, Schwarz sowie einer hellen und einer dunklen Holzausführung erhältlich. Die Beine gibt es in Schwarz oder Weiß, die optionale Rückwand besteht aus lasergeschnittenem Stahl. Die Metallteile sind pulverbeschichtet und sollen dadurch im Alltag widerstandsfähiger gegen Kratzer und Abnutzung sein.

Ohne Anbauten misst der Schreibtisch rund 152 Zentimeter in der Breite und 72 Zentimeter in der Tiefe, mit Kabelwanne wächst die Tiefe auf rund 76 Zentimeter. Die Traglast liegt bei rund 91 Kilogramm.

Nicht das erste Gaming-Produkt

Herman Miller ist im Gaming-Markt seit einigen Jahren mit Produkten vertreten, die den bekannten Büromöbelansatz des Unternehmens auf Spieler übertragen sollen. Dazu gehörten in der Vergangenheit bereits mehrere Schreibtische für Gaming-Set-ups. Besonders sichtbar wurde die Sparte aber vor allem durch die Zusammenarbeit mit Logitech, aus der auch Gaming-Stühle hervorgingen.

Der Embody Gaming Chair war noch eng an einem Bürostuhl angelehnt, wurde aber unter anderem mit Logitech-Branding, farblichen Akzenten und angepasster Polsterung auf den Gaming-Markt zugeschnitten. Der später vorgestellte Stuhl Vantum entstand ebenfalls gemeinsam mit Logitech, war aber stärker als eigenständiger Gaming-Stuhl angelegt.

Wie die bisherigen Gaming-Produkte von Herman Miller ist auch der neue Gaming-Tisch nicht günstig. In den USA kostet der Coyl Gaming Desk in der Grundkonfiguration 1.475 US-Dollar. Mit Kabelwanne, Rückwand und dem Zubehör-Bundle kostet der Coyl Gaming Desk 1.825 US-Dollar. Ob und wann der Coyl Gaming Desk auch in Deutschland erhältlich sein wird, ist bislang offen.


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