Fahrgefühl: Der Weg ist das Ziel

Schon beim ersten Ausritt mit dem Cowboy wird klar: Wir haben es mit einem sportlichen Rad zu tun. Die Sitzhaltung ist leicht vornübergebeugt, die rutschfesten Griffe verlangen nach Handschuhen.

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Das Rad unterstützt ab dem Antreten unmittelbar und exakt so kräftig, wie wir in die Pedale gehen. Dieses Fahrverhalten stellten wir während der gesamten Zeit fest: Es war, als lese das Rad unsere Gedanken. Wir haben noch nie auf einem Pedelec gesessen, das uns so derart vergessen lassen hat, dass wir nur einen Teil der Antriebskraft beisteuern.

In keiner Sekunde spüren wir Übergänge in der Unterstützung, es gibt keine Aussetzer, die erkennen lassen, dass die Software der Motorsteuerung unsicher wäre, wie sie sich verhalten soll. Der Übergang vom Radeln zum Spurten ist so weich, dass wir allenfalls manchmal eine leichte Vibration in den Sohlen wahrnehmen.

Der Stadtschleicher

Hinzu kommt, dass das Cowboy absolut - und wir meinen absolut - totenstill ist. Nicht nur hören wir keinen Motor, auch der Riemenantrieb arbeitet natürlich lautlos und das Rollgeräusch der Reifen ist kaum hörbar. Das ist ein echtes Erlebnis.

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Die fehlende Schaltung trägt ebenfalls zu diesem Eindruck bei. Wir können die Fahrt ohne Eingriffe genießen. Dabei ist die Übersetzung so gut gewählt, dass wir auch motorfrei angenehm vorankommen. Das gilt natürlich im Flachland eher als in bergigen Regionen. Wir möchten keinesfalls steile Anstiege mit dem Cowboy bestreiten, ob mit oder ohne Unterstützung. Wer jedoch auch eigene Muskelkraft mit einbringen möchte, ist hier richtig. Das Rad lädt dazu ein, auch jenseits der unterstützten 25 km/h weiterzutreten.

Wir fühlen uns nach jeder Fahrt ein wenig so, als wären wir wirklich Rad gefahren. Dazu trägt allerdings auch die fehlende Federung bei. Die Bereifung kann auf 5 bar aufgepumpt werden, falls man sehr unmittelbaren Kontakt zum Untergrund wünscht. Wir tun das nicht.

  • Das Cowboy lehnt lässig am Baumstamm - mangels Ständer. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hier wird der Akkustand angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die hydraulischen Scheibenbremsen kommen von Tektro. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Rad wird per Riemen angetrieben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bereifung wurde von Cowboy selbst entwickelt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Motor sitzt in der Hinterradnabe. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Beleuchtung ist wie bei Vanmoof in den Rahmen integriert ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... der Akku lässt sich aber zum Laden entnehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Standort des Rades kann in der App angezeigt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hier lassen sich auch Versicherungspakete buchen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die automatische Aktivierung des Rades ist sehr praktisch. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dafür muss allerdings die App vom Akkusparen ausgenommen werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Fahrtenschreiber ist sehr genau. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Vertragswerkstätten in der Nähe werden angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Rad wird per Riemen angetrieben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Vanmoof S3: Solide Straßenlage

Das S3 fühlt sich eher so an, wie wir es bei einem Pedelec erwarten würden - die Unterstützung ist gleichmäßig und unaufdringlich. Positiv finden wir, dass der Frontmotor uns nicht zu ziehen scheint. Vanmoof hat die Leistungsstufen des Motors ebenfalls sehr gut abgestimmt. Wir können das Frontrad niemals durchdrehen lassen und haben überhaupt nicht den Eindruck, dass der Motor vorn sitzt.

Das Highlight ist hier natürlich die Boost-Taste rechts am Lenker. Ein Druck genügt und der Motor gibt vollen Schub - so lange, bis der Akku leer ist, wenn man es darauf anlegt. Das muss man aber gar nicht, es macht uns viel mehr Spaß, einfach an jeder Ampel auf Knopfdruck in drei Sekunden auf 25 km/h zu beschleunigen. Erscheint uns ein Anstieg mal etwas mühsam, dann lächeln wir die potenzielle Anstrengung mit einem Daumendruck weg.

Äußerst gewöhnungsbedürftig ist dagegen die vollautomatische Nabenschaltung. Da wir den Schaltpunkt zwar in der App für jeden Gang einzeln festlegen können, jedoch keine Rückmeldung über den Schaltvorgang selbst bekommen, gibt es gerade am Anfang beim Übergang vom zweiten zum dritten Gang immer wieder Schrecksekunden, wenn die Pedale sich kurz frei kurbeln lassen, bevor sich das Getriebe auf ein Zahnrad geeinigt hat. Mit der Zeit "erfahren" wir unsere persönlichen Schaltpunkte - aber das dauert gut 50 Kilometer.

Den vierten Gang verbannen wir auf jenseits der 25-km/h-Grenze. Er erscheint uns bei langsamerer Fahrt überflüssig. Das Vanmoof lädt auch nicht wirklich dazu ein, mit eigener Kraft weiterzustrampeln, wenn der Motor aussetzt. Als Fahrrad würden wir es wesentlich weniger nutzen als das Cowboy. Doch auch als Pedelec ist das Vanmoof nicht makellos.

  • Das Vanmoof S3 (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Kette ist in einem Kunststoffschlauch verborgen. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Vorder- und Rücklicht sind fest im Rahmen integriert. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Das Rad hat Hydraulikbremsen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bereifung kommt von Schwalbe und dient auch als Federung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn diese Markierungen übereinander liegen, kann das Rad per Kicklock gesichert werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Motor sitzt in der Frontnabe. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Sattel ist breit und gut gepolstert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die App ist übersichtlich gestaltet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Streckenaufzeichnung lässt sich auch deaktivieren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Grundfunktionen des Pedelecs werden in der App eingestellt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Wenn diese Markierungen übereinander liegen, kann das Rad per Kicklock gesichert werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Dass wir zum Wechsel der Unterstützungsstufe das Telefon herausnehmen müssen, empfinden wir als lästig. Wahlweise kann man auch anhalten und die rechte Lenkertaste länger gedrückt halten, um durchzuschalten - die jeweilige Stufe wird per LED angezeigt.

Das Rad ist sehr gut verarbeitet, es klackert nichts - so still wie das Cowboy ist es natürlich bei Weitem nicht. Der Motor surrt leise, die Kette kommt schon mal mit ihrem Kunststoffmantel in Berührung und auch die dickeren, dank weniger Luftdruck stoßdämpfenden Reifen sind zu hören. Das Display im Oberrohr ist gut ablesbar, und auch wenn die Tachoanzeige für unser Fahrgefühl nicht maßgeblich ist, finden wir sie doch ein nettes Detail.

Unser Zwischenstand in dieser Kategorie kann nur ein Unentschieden sein. Zu gegensätzlich sind die Fahrphilosophien beider Pedelecs. Umso wichtiger ist es, dass sowohl Cowboy als auch Vanmoof Probefahrten anbieten. Auch sonst sind die Hersteller sehr um Service bemüht, wie wir im folgenden Abschnitt sehen.

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 Ausstattung Cowboy 3: Purismus PurSicherheit und Versicherung bei Vanmoof und Cowboy 
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Maxim84 22. Sep 2020

In einem anderen Forum wird gerade für Legalität des Vanmoof diskutiert: www dot...

lordguck 21. Sep 2020

Hallo, vielleicht habe ich es im Artikel überlesen, hier die Daten, für welche Belastung...

nehana 20. Sep 2020

Und genauso wie du antwortest ohne den Text gelesen oder verstanden zu haben, geraten...

thinksimple 19. Sep 2020

Die meisten Räder habe kein Kurvenlicht bzw. am Lenker befestigte Leuchten. Aber wär...

JensBröcher 18. Sep 2020

Keine Federung, man spürt jede Unebenheit. Schaltung knackt laut beim Knarzen. Motor...



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