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Cowarobot R1: Autonomer Rollkoffer wird 700 US-Dollar kosten

Der autonome Rollkoffer Cowarobot R1 wird ein teures Handgepäckstück mit dem Preis eines Rimowa Cabin Trolleys. Der bereits auf der CES Asia vorgestellte Koffer ist allerdings noch weit von einem Verkauf entfernt, denn die Finanzierung ist noch nicht sicher.
/ Andreas Sebayang
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Dank der mittleren Räder folgt der Koffer seinem Besitzer. (Bild: Cowa Robot)
Dank der mittleren Räder folgt der Koffer seinem Besitzer. Bild: Cowa Robot

Der Cowarobot R1 wird wohl zu den teuersten Handgepäckstücken gehören, die man in einem Flugzeug sehen kann. Der autonom fahrende Rollkoffer, der im Mai 2016 auf der Elektronikmesse CES Asia vorgestellt wurde, wird stolze 700 US-Dollar kosten – Versand, Steuern und Zoll nicht eingerechnet. Das übersteigt den Preis derohnehin schon sehr teuren, in Deutschland gefertigten Alu-Trolleys von Rimowa. Allerdings bietet der Cowarobot einiges an Intelligenz, so dass sich der Anwender keine Sorgen um sein Gepäckstück machen muss. Zumindest verspricht das der Hersteller, der mittlerweile einige Details veröffentlicht hat.

So rollt der R1 mit einer Maximalgeschwindigkeit von 7,2 km/h. Die Mindestgeschwindigkeit liegt bei 3,6 km/h. Das entspricht dem, was hierzulande in der StVO als Schrittgeschwindigkeit eingestuft wird(öffnet im neuen Fenster). Mit dieser Geschwindigkeit verfolgt der Koffer den Nutzer. Allerdings wird nicht das Smartphone als Orientierung verwendet, sondern ein spezielles Tracking-Armband. Das dürfte Vorteile haben, denn das Armband wird weniger durch Handtaschenutensilien oder den Körper gestört.

Laut Hersteller wird es bei Sicherheitskontrollen keine Probleme geben. Der Akku des Koffers ist mit 96.48 Wattstunden knapp unter den erlaubten 100 Wattstunden(öffnet im neuen Fenster). Einige Fluggesellschaften erlauben auch 160 Wattstunden. Der Akku ist zudem entnehmbar, so dass er bei einer Kontrolle nicht die Sicht auf das Innere des Koffers versperrt. Etwas problematisch dürfte allerdings das Grundgewicht von 4,5 kg sein. Für einen Hartschalenkoffer ist das aber noch ein akzeptabler Wert. Allerdings muss der Nutzer bei einigen Fluggesellschaften und Destinationen aufpassen. Mit einem Notebook, einem Tablet, einem Netzteil und ein wenig Reservekleidung kommt der Nutzer schnell über die 7- bis 8-Kilogramm-Grenze(öffnet im neuen Fenster). Unserer Erfahrung nach wird das allerdings kaum überprüft und selbst Fluggesellschaften verkaufen Handgepäckstücke, die netto schon 6 Kilogramm wiegen und damit theoretisch häufig nicht mitgenommen werden dürften.

Noch lässt sich der Koffer nicht kaufen

Die Finanzierung lässt allerdings Zweifel aufkommen. Der Cowarobot befindet sich noch in einer Vorphase des Geldeinsammelns. Momentan lässt sich der Koffer für rund 50 US-Dollar vorbestellen. Die ersten 100 Käufer sollen den R1 dann für insgesamt rund 400 US-Dollar (plus Versand, Zoll, Steuer) bekommen – ein auffallend hoher Rabatt. Zudem werden auch die Versandkosten (35 statt 70 US-Dollar) rabattiert. Die Crux an der Sache: Die entsprechende Crowdfunding-Kampagne wurde noch gar nicht gestartet, obwohl bereits Geld eingesammelt wird. Dort wird der Koffer zwischen 450 und 500 US-Dollar kosten. Momentan wird das System aber noch getestet und die Produktion vorbereitet, so der Hersteller(öffnet im neuen Fenster). Im Laufe des Juli 2016 soll dann das Crowdfunding starten. Die Auslieferung ist derzeit für den Oktober 2016 geplant.


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