Covpass-App: Europäisches Gateway für Impfnachweise gestartet
Die EU hat die technische Infrastruktur für den EU-weiten Austausch digitaler Impfzertifikate in Betrieb genommen. "Über dieses in nur zwei Monaten errichtete EU-Gateway können die im QR-Code der Zertifikate enthaltenen Sicherheitsfunktionen geprüft werden" , teilte die EU-Kommission am Dienstag mit(öffnet im neuen Fenster) . Damit seien die technischen Vorarbeiten für den digitalen Impfnachweis auf EU-Ebene abgeschlossen.
EU-Kommission, Europaparlament und Mitgliedstaaten hatten sich am 20. Mai 2021 auf den rechtlichen Rahmen für den Impfnachweis geeinigt(öffnet im neuen Fenster) . Eine formale Zustimmung von Parlament und Rat steht allerdings noch aus. Die Verordnung tritt am 1. Juli 2021 in Kraft. Mitgliedstaaten, die noch mehr Zeit brauchen, bis sie Zertifikate ausstellen können, wird eine Übergangsfrist von sechs Wochen eingeräumt.
Seit dem 10. Mai haben der Kommission zufolge bereits 22 Länder das Gateway erfolgreich getestet. Die sieben Mitgliedstaaten Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Griechenland, Kroatien, Polen und Tschechien hätten sich schon am Dienstag an das Gateway angeschlossen und damit begonnen, EU-Zertifikate auszugeben. In Deutschland wird der digitale Impfnachweis, die sogenannte Covpass-App, in verschiedenen Bundesländern bereits getestet.
Der digitale Impfnachweis per Smartphone-App soll in Deutschland noch vor den Sommerferien den Bürgern zur Verfügung stehen. Der Impfnachweis soll EU-weit gültig sein und den traditionellen Impfpass ergänzen. In Kombination mit dem Personalausweis oder Reisepass soll per App eine vollständige Coronaimpfung oder ein negativer Coronatest nachgewiesen werden können. Auch von Covid-19 genesene Personen sollen sich damit ausweisen können.
Dazu wird jeweils ein QR-Code ausgedruckt, der über die App eingelesen werden kann. Über ein Zertifikat, das auf Servern in Deutschland und über ein Gateway europaweit hinterlegt wird, soll die Authentizität des Nachweises überprüft werden können. Die Apps sollen in der Lage sein, mehrere Nachweise zu speichern und anzuzeigen, beispielsweise von Eltern für ihre Kinder.
Das EU-Gateway wurde von T-Systems und SAP entwickelt und ist im Rechenzentrum der Kommission in Luxemburg angesiedelt. Über das Gateway können die digitalen Signaturen in den QR-Codes der Zertifikate geprüft werden, ohne dass personenbezogene Daten weitergegeben oder gespeichert werden.
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