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Covid-19: Tesla zeigt Beatmungsgerät-Prototyp aus Autokomponenten

Teslas Ingenieure haben ein Beatmungsgerät gebaut, bei dem viele Teile aus der Autoproduktion stammen. Der Touchscreen kommt vom Model 3 .
/ Andreas Donath
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Teslas Beatmungsgerät links und eine Schemazeichnung (Bild: Tesla/ Screenshot: Golem.de)
Teslas Beatmungsgerät links und eine Schemazeichnung Bild: Tesla/ Screenshot: Golem.de

In einem Video zeigen Ingenieure von Tesla den Prototyp eines Beatmungsgeräts. Das Unternehmen versucht es mit möglichst vielen Teilen aus seiner Autoproduktion herzustellen, damit die Fertigung schnell anlaufen kann. Die Unterbrechung der Lieferketten sorgt für massive Probleme bei den Vorhaben anderer Anbieter, die Produktion hochzufahren.

Tesla hat für sein Beatmungsgerät zum Beispiel den Touchscreen und Teile der Steuerung dem Model 3 entnommen. Ein Luftfedertank aus den Fahrzeugen wird als Sauerstoffmischkammer verwendet. Wie weit entfernt Tesla von einem Serienmodell ist, lässt sich nicht erkennen, aktuell spricht das Unternehmen von einem Prototyp.

Tesla ist einer von zahlreichen Autoherstellern, die Unterstützung zugesagt haben. Oftmals werden Masken gespendet, die die Unternehmen für Arbeitsschutzmaßnahmen einsetzten. Manche Unternehmen wollen aber auch bei der Produktion von Beatmungsmaschinen helfen.

Ford will beispielsweise in einem seiner Werke in Michigan zusammen mit General Electrics Healthcare in etwa 100 Tagen rund 50.000 Beatmungsgeräte für COVID-19-Patienten herstellen. Dabei wird ein von Airon entwickeltes, einfaches Beatmungsgerät nachgebaut, das bereits von der Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) zertifiziert wurde. GE Healthcare hatte die Baupläne von Airon gekauft.

Der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo sagte, dass die Unterbrechung der Lieferkette die größte Hürde für alle Hersteller sei. "Ihr Zeitrahmen funktioniert offen gesagt nicht für unseren unmittelbaren Höhepunkt" , sagte er auf einer Pressekonferenz. "Niemand kann Ihnen jetzt in zwei Wochen ein Beatmungsgerät herstellen." .


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