Covid-19: Der Mathematiker John Conway ist gestorben

Das Spiel des Lebens und den Kampf gegen Covid-19 hat der populäre Mathematiker kurz vor Ostern verloren.

Ein Nachruf von veröffentlicht am
John Horton Conway ist im Alter von 82 Jahren verstorben.
John Horton Conway ist im Alter von 82 Jahren verstorben. (Bild: Thane Plambeck/CC-BY 2.0)

Der emeritierte Professor für Mathematik an der Princeton-Universität, John Horton Conway, ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Das bestätigten Kollegen Conways auf Twitter, wie etwa Sam Wang, der ebenfalls in Princeton lehrt. Conway starb demnach an den Folgen von Covid-19. Neben seiner akademischen Arbeit galt der Mathematiker als ein bekannter Vertreter von wissenschaftlicher Unterhaltung, mit der er mathematische Prinzipien einem großen Publikum vermittelte.

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In einem Porträt bezeichnete der britische Guardian den in Liverpool geborenen Conway vor einigen Jahren als charismatischsten Mathematiker der Welt und schrieb: "Er ist Archimedes, Mick Jagger, Salvador Dalí und Richard Feynman - alles in einem." Das bezog sich unter anderem auf seinen Humor, den Conway für seine populärwissenschaftlichen ebenso wie seine akademischen Arbeiten verwendete.

Zu seinen einem größeren Publikum bekannten Arbeiten zählt etwa die Doomsday-Methode. Dabei handelt es sich um einen vergleichsweise einfachen und schnell anwendbaren Algorithmus, um den Wochentag eines beliebigen Datums im gregorianischen Kalender zu ermitteln.

Bekannt ist ebenso das Spiel des Lebens oder Conways Game of Life. Das Spiel basiert auf zellulären Automaten. Dabei handelt es sich aber nicht um ein Spiel im eigentlichen Sinne. Ausgehend von einer Anfangsbelegung generiert Conways Spiel des Lebens ohne weitere Interaktion eines Spielers weitere Zustände und Formen. Eigentlicher Zweck des Spiels ist die Beobachtung dieser Entwicklung.

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Zu Conways akademischen Arbeiten gehören Forschungen in der Geometrie und Gruppentheorie. Hier entdeckte er gemeinsam mit seinem Kollegen John McKay die sogenannte Monstergruppe mit 196.884 Dimensionen. Als seine stolzeste Leistung beschreibt die Princeton-Universität seine Entdeckung der surrealen Zahlen, die Infinitesimale und unendliche Zahlen enthalten. Die reellen Zahlen sind hierbei von surrealen Zahlen umgeben, die immer kleiner beziehungsweise größer sind als die jeweils nächstgelegene reelle Zahl.

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Aki-San 15. Apr 2020

Auch wenn es sich vielleicht als interessantes "Spiel" auf das "Game of Life" anhört...

Oktavian 12. Apr 2020

Ich weiß nicht, wie oft ich das schreiben durfte in der Ausbildung, in verschiedensten...

pica 12. Apr 2020

stammt von einem anderen Conway.

twiro 12. Apr 2020

Sollte die Überschrift nicht "Mathematiker John H. Conway ist gestorben" sein? Nicht zu...



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