Covid-19: Luca und Corona-Warn-App sollen zusammenarbeiten

QR-Codes zum Einchecken sollen in Zukunft sowohl von der Luca-App als auch von der Corona-Warn-App erkannt werden.

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Die Luca-App verwendet QR-Codes.
Die Luca-App verwendet QR-Codes. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Mit einer Zusammenarbeit versuchen die Behörden in Deutschland offenbar, einen unübersichtlichen Dschungel aus QR-Codes zum Einchecken bei Restaurants und Veranstaltungen zu vermeiden. Die Luca-App von Nexenio und die Corona-Warn-App des Bundes sollen in Zukunft die gleichen QR-Codes erkennen.

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Das bestätigt das Bundesgesundheitsministerium der Süddeutschen Zeitung. "Wir arbeiten daran, dass beide Systeme die QR-Codes erkennen, die man bei Veranstaltungen einscannen soll", sagte das Ministerium der Zeitung zufolge.

Bislang kann die Corona-Warn-App keine QR-Codes erkennen und entsprechend Nutzer auch nicht an einem bestimmten Ort einchecken. Dies könnte das manuelle Ausfüllen von Zetteln ersetzen sowie die Kontaktverfolgung bei Corona-Verdachtsfällen erleichtern. Gerüchten zufolge soll die Anwendung die Funktion aber bald bekommen.

Die Luca-App wurde genau für diesen Zweck programmiert: Durch das Scannen eines QR-Codes checken sich Nutzer an einem Ort ein. Sollte zur gleichen Zeit ein weiterer Nutzer anwesend sein, bei dem sich später eine Infektion mit Covid-19 herausstellt, werden alle zur gleichen Zeit eingecheckten Personen benachrichtigt. Dazu überträgt die App jedoch die Kontaktdaten der Personen, die nur vom Gesundheitsamt entschlüsselt werden können.

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Dazu ist die Luca-App an die Gesundheitsämter angebunden, was bei der Corona-Warn-App noch nicht der Fall ist. Die Corona-Warn-App erfasst aktuell keine Daten der Nutzer, über die eine Benachrichtigung erfolgen könnte.

Auch anonyme Clustererkennung möglich

Wie das technisch umgesetzt werden könnte, hat ein Konsortium um die Entwickler des dezentralen Ansatzes DP3T auf Github skizziert. Auch das Crowdnotifier genannte Konzept basiert auf einem dezentralen Ansatz. Damit soll sichergestellt werden, dass über das System nicht die Aufenthaltsorte von Personen festgestellt oder deren Daten gespeichert werden müssen. Dem Konzept zufolge (PDF) können private oder kommerzielle Veranstalter in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden die QR-Codes generieren, beispielsweise einen für Zugang und einen weiteren zum Verlassen einer Veranstaltung. Diese Codes werden dann von den Besuchern gescannt, so dass die App daraus bestimmte Schlüssel generieren kann.

Nach Bekanntwerden eines positiven Corona-Falls erhalten die Veranstalter von den Gesundheitsbehörden einen Freischaltcode, um ihre Schlüssel auf die Server hochzuladen. Auf dem Server werden aus den Codes dann Schlüssel generiert, die die Nutzer herunterladen und mit den gespeicherten Schlüsseln vergleichen können. Die gespeicherten Schlüssel sollen dabei keine Rückschlüsse auf die besuchten Veranstaltungen ermöglichen.

Integration soll im April 2021 abgeschlossen sein

Sollten beide Konzepte miteinander verknüpft werden, müsste die Corona-App die QR-Codes verwenden, die von Luca generiert und verwaltet werden. Der Datentraffic über die App würde dann jedoch steigen, weil die Corona-App dann zusätzlich alle Schlüssel von Veranstaltungen herunterladen müsste, bei denen Infizierte anwesend waren.

  • Eine doppelte Verschlüsselung der Kontaktdaten soll den Datenschutz bei der Luca-App garantieren. (Grafik: Luca App/Screenshot: Golem.de)
  • Die Luca-App verwendet dazu die Verschlüsselungsverfahren AES 128 CTR und das Authentifizierungsverfahren HMAC SHA-256. (Grafik: Luca App/Screenshot: Golem.de)
  • Es gibt nur einen Tagesschlüssel für alle Gesundheitsämter, der die Kontaktdaten verschlüsselt. (Grafik: Luca App/Screenshot: Golem.de)
  • Die infizierte Person leitet die Daten freiwillig an das Gesundheitsamt weiter. (Grafik: Luca App/Screenshot: Golem.de)
  • Luca gibt die Daten zu einzelnen Veranstaltungen an das anfragende Gesundheitsamt weiter. (Grafik: Luca App/Screenshot: Golem.de)
  • Die verwendeten kryptographischen Verfahren (Grafik: Luca App/Screenshot: Golem.de)
  • Der Quellcode der App wurde Ende März 2021 veröffentlicht. (Grafik: Luca App/Screenshot: Golem.de)
Eine doppelte Verschlüsselung der Kontaktdaten soll den Datenschutz bei der Luca-App garantieren. (Grafik: Luca App/Screenshot: Golem.de)

Der Süddeutschen Zeitung zufolge soll die Integration der anderen QR-Codes ab spätestens Mitte April 2021 funktionieren. Ob das dann auch auf Seiten der Corona-Warn-App so sein wird, ist bislang unklar.

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MFGSparka 24. Mär 2021

Welches konkrete Problem soll eigentlich die Luca App lösen? Wer etwas darüber nachdenkt...

Blaubeerchen 23. Mär 2021

Wer deine Nummer kennt, kommt in Zweifel auch an deinen Namen. Kommt am Ende aufs...

Captain 23. Mär 2021

Solange ich zu so einem Unding gezwungen werde, um irgendwohin gehen zu dürfen, bleibe...

DerCaveman 23. Mär 2021

Warum kann ein "Veranstalter" nicht einfach seine komplette Adresse gehasht als QR-Code...



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