Covid-19: Crispr-basierter Coronavirus-Test dauert etwa 40 Minuten

Das Ergebnis lässt sich auf einem Teststreifen vergleichbar einem Schwangerschaftstest ablesen.

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Sars-CoV-2: Zwei Gensequenzen werden getestet.
Sars-CoV-2: Zwei Gensequenzen werden getestet. (Bild: Public Domain)

Schneller Test: US-Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich in einer knappen Dreiviertelstunde feststellen lässt, ob ein Patient mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert ist. Der Test nutzt das Gen-Editierwerkzeug Crispr.

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Das Verfahren Crispr-Cas9 wurde erst vor wenigen Jahren entwickelt. Es bietet die Möglichkeit, einen Erbgutstrang an einer ganz bestimmten Stelle zu zertrennen und an dieser Stelle eine andere genetische Information einzusetzen. Mediziner hoffen, damit Behandlungsmethoden gegen bestimmte Krankheiten zu entwickeln, die bisher nicht erfolgreich bekämpft werden können.

Die Forscher der Universität von Kalifornien in San Francisco (UCSF) und des Biotech-Unternehmens Mammoth Biosciences nutzen das Verfahren, um eine Ribonukleinsäure (RNA) in einer Probe aufzuspüren. RNA ist ein Erbgutstrang wie die Desoxyribonukleinsäure (DNA), besteht aber nur aus einem Einzelstrang. Die Forscher programmierten das Crispr-System so, dass es zwei Sequenzen im Genom des Sars-CoV-2-Virus erkennt.

Eine der Sequenzen kommt in allen Sars-ähnlichen Coronaviren vor, die andere nur in Sars-CoV-2. Durch die Suche nach beiden Sequenzen stellen die Forscher sicher, dass der Test zwischen Sars-CoV-2 und verwandten Viren unterscheidet.

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Die Probe wird wie sonst auch aus der Nase oder dem Hals des Patienten genommen. Nach rund 40 Minuten steht das Ergebnis des Tests fest. Es kann auf einem Teststreifen vergleichbar einem Schwangerschaftstest abgelesen werden. Der übliche, auf der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) beruhende Test braucht etwa vier Stunden.

Der Crispr-basierte Test, den die Entwickler Detectr genannt haben, erkennt das Virus mit einer Genauigkeit von 95 Prozent: Von 40 als positiv bestätigten Proben identifizierte Detectr 38, was einer Fehlerquote von 5 Prozent entspricht. Zur Gegenprobe untersuchten die Forscher mit Detectr auch 42 als negativ bestätigte Proben. Dabei wurden keine fälschlich als positiv identifiziert. Detectr benötigt nach Angaben der Entwickler keine aufwendige Laboreinrichtung.

Die Forscher um Charles Chiu von der UCSF und Janice Chen von Mammoth Biosciences beschreiben ihre Ergebnisse einem Aufsatz in der Fachzeitschrift Nature Biotechnology. Derzeit bemühen sie sich darum, eine Zulassung für den Test von der Food and Drug Administration (FDA), der US-Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde, zu bekommen.

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anonym 22. Apr 2020

mag an unseren Ämtern / Teststellen hier liegen, aber wenn ein Test positiv ist, wurde...

haichen 20. Apr 2020

Man sollte nicht alles glauben, was so geschrieben wird. Erst recht nicht wenn...

plutoniumsulfat 19. Apr 2020

Im Fall von Corona fehlt hier einfach die Hülle, um an Zellen anzudocken. Die Zelle...

plutoniumsulfat 18. Apr 2020

Das wäre doch halb so wild. Dann bleibt halt jemand in Quarantäne, obwohl er nicht...



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