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Coverage Above and Beyond: T-Mobile-Kunden sollen über Starlink-Satelliten telefonieren

Künftige Satelliten von Starlink können auf Smartphones funken. Kunden von T-Mobile in den USA sollen davon profitieren
/ Werner Pluta
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Mike Sievert, Chef von T-Mobile in den USA, und SpaceX-Chef Elon Musk stellen den Dienst Coverage Above and Beyond vor. (Bild: T-Mobile USA)
Mike Sievert, Chef von T-Mobile in den USA, und SpaceX-Chef Elon Musk stellen den Dienst Coverage Above and Beyond vor. Bild: T-Mobile USA

Internetempfang überall verspricht das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX für seinen Dienst Starlink. Das soll künftig auch für Mobilfunk gelten – zumindest für die Kunden von T-Mobile in den USA.

Mike Sievert, Chef von T-Mobile in den USA, und SpaceX-Chef Elon Musk haben eine Kooperation der beiden Unternehmen angekündigt. Coverage Above and Beyond heißt der neue Dienst. Musk und Sievert stellten ihn auf der SpaceX-Basis in Boca Chica in Texas vor – mit drei großen Raketen im Hintergrund.

Dadurch sollen T-Mobile-Kunden über die Satelliten von Starlink eine nahezu flächendeckende Versorgung in den USA bekommen. Das gelte selbst an den entlegensten Orten, die bisher für traditionelle Mobilfunksignale unerreichbar seien, teilten die Unternehmen mit(öffnet im neuen Fenster)

Der Blick zum Himmel muss frei sein

Die beiden Unternehmen wollen ein neues Netz aufbauen, das das Mittelbandspektrum von T-Mobile nutzt. Wo es keine Mobilfunkmasten gibt, übernehmen die Starlink-Satelliten. Darüber werde es fast überall Empfang geben – einen unverstellten Blick in den Himmel vorausgesetzt.

Coverage Above and Beyond – T-Mobile und SpaceX
Coverage Above and Beyond – T-Mobile und SpaceX (40:20)

Neue Geräte sollen dafür nicht notwendig sein: Die meisten aktuellen Smartphones seien mit dem neuen Dienst kompatibel. Auch sollen bei bestehenden Mobilverträgen keine Extrakosten anfallen.

Allerdings wird der Dienst nicht mit den aktuellen Starlink-Satelliten funktionieren. SpaceX plane, im kommenden Jahr eine neuen Satellitengeneration ins All zu schießen, teilte Musk mit(öffnet im neuen Fenster) . Die Satelliten werden mit einer größeren Antenne ausgestattet sein und direkt an Smartphones senden. Das werde "tote Zonen weltweit eliminieren" .

Eine Breitbandverbindung werde es über die Satelliten nicht geben. Die Bandbreite reiche jedoch für aus für Telefonanrufe und Textnachrichten, ergänzte Musk(öffnet im neuen Fenster)

Die Starlink-V2-Satelliten sind größer und schwerer als die der ersten Generation. Sie werden nicht mehr von der Falcon-9-Rakete ins All transportiert, sondern von dem größeren Starship, das bisher noch nicht geflogen ist. Ein Betatest von Coverage Above and Beyond ist in ausgewählten Gebieten für Ende kommenden Jahres geplant.

Nachtrag vom 26. August 2022, 13:50 Uhr

Hierzulande müssen T-Mobile-Kunden weiterhin mit Funklöchern leben: Eine "Ausweitung von Coverage Above and Beyond über die USA hinaus" sei derzeit nicht geplant, teilte ein Sprecher der Deutschen Telekom auf Anfrage von Golem.de mit.


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