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Counter-Strike: Valve will unruhestiftende Spieler ruhigstellen

Wer in Counter-Strike : Global Offensive mit störenden Kommentaren oder Geräuschen auffällt, kann künftig stummgeschaltet werden – er ist dann gar nicht mehr zu hören. Nach Angaben von Valve soll das System die finale Entscheidung selbständig auf Basis von Beschwerden treffen.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Counter Strike Global Offensive (Bild: Valve Corporation)
Artwork von Counter Strike Global Offensive Bild: Valve Corporation

Das Entwicklerstudio Valve hat in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) ein neues System für den Umgang mit problematischen Sprachkommentaren vorgestellt. Es ist für Counter-Strike: Global Offensive gedacht und soll unruhestiftende Spieler für alle anderen stummschalten. Wer will, soll einer ruhiggestellten Person aber weiterhin zuhören können, in dem er den Sprachchat bei diesem Freund manuell wieder zulässt.

Das neue System basiert auf den Beschwerden von anderen Spielern. Wer besonders oft von anderen gemeldet wird, erhält zuerst eine Warnung. Falls es danach weiterhin viele Beschwerden gibt, folgt die Stummschaltung. Der Betroffene kann sie nach Angaben von Valve erst wieder reaktivieren, wenn er genug Erfahrungspunkte gesammelt hat. Wie das Ganze im Detail funktioniert, haben die Entwickler noch nicht gesagt.

Das System soll vollautomatisch ablaufen, die Moderatoren von Valve müssen sich also nur in Ausnahmefällen einschalten. Personen, die viel spielen, sollen nach Angaben des Unternehmens eher von der Deaktivierung des Chats betroffen sein können als Gelegenheits-Counter-Striker. Valve schreibt, dass man mit der Erfassung von Beschwerden begonnen habe. Wann die ersten Stummschaltungen erfolgen, ist noch nicht bekannt.

Beleidigungen und sonstiges störendes Verhalten sind seit Jahren ein größeres Problem in Onlinespielen. Microsoft hat 2018 eine Studie veröffentlicht, der zufolge rund 20 Prozent der Spieler, die gerne in Onlinespielen antreten würden, das wegen des Umgangstons nicht mehr oder nur noch sehr selten tun.

Counter-Strike Global Offensive (Trailer)
Counter-Strike Global Offensive (Trailer) (03:54)

Dazu kommen viele potenzielle Kunden, die durch entsprechende Erfahrungsberichte gewarnt erst gar nicht antreten. Etwa die Hälfte der Spieler, die dennoch spielen wollen, nutzen laut der Studie grundsätzlich keine Sprachausgabe – wegen ihrer Stimme, ihres Dialekts oder weil sie sich nicht sprachgewandt genug fühlten.

Zumindest Counter-Strike: Global Offensive läuft trotz derartiger Probleme momentan übrigens so gut wie nie: Am 8. Februar 2020 waren laut Steam Charts(öffnet im neuen Fenster) zeitweise 874.875 Spieler gleichzeitig online. Damit wurde erst jetzt der bisherige Rekord von 850,485 Spielern aus dem April 2016 eingestellt.


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